Heinz-Ulrich Mengel erinnert an Albert Wagner

Veröffentlicht am 02.04.2018 in Allgemein

Der Grabstein von ALBERT WAGNER (1885 - 1974) - Foto: Manfred Schiebel

Albert Wagner ist in der heimischen Region gut bekannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er politisch auf Landesebene aktiv. Den politischen Wiederaufbau in der heimischen Region und die Entwicklung der SPD hat er maßgeblich mit geprägt. Heinz-Ulrich Mengel aus Braunfels hat sich auf Spurensuche begeben und ist dabei in einer älteren Ausgabe des Weilburger Tageblatts aus dem Jahre 1958 auf interessante Informationen gestoßen. Dort wurde über die Ergebnisse der Wahl zum Hessischen Landtag am 23. November 1958 berichtet, die damals sehr erfolgreich für die SPD und auch für Albert Wagner verlaufen ist. Er hat den heimischen Wahlkreis souverän gewonnen.

SPD siegt in Hessen

Die auf Landesebene regierende Koalition aus SPD und BHE erreichte zusammen 54,3 % der Wählerstimmen. Landesweit erhielten (Wahl 1954): SPD 46,9 % (42,6 %), CDU 32,1 % (24,1 %), FDP 9,5 % (20,5 %) und BHE 7,4 % (7,7%). Damit ging die SPD als stärkste Partei aus der Landtagswahl hervor. Von den 96 Sitzen im Wiesbadener Landtag erhielt demnach die SPD 48 Sitze (vier mehr als bisher). Auch die CDU konnte sich steigern. Sie wird im neuen Landtag mit 32 Sitzen vertreten sein. Wahlverlierer war die FDP. Sie musste 12 Sitze an SPD und CDU abtreten. Sie hat nur noch neun Sitze. Der BHE bleibt weiterhin unverändert mit sieben Sitzen im Landtag vertreten. 42 der 48 der hessischen Wahlkreise errangen die SPD – Kandidaten in direkter Wahl.

Albert Wagner siegt im Wahlkreis 18

Mit großer Mehrheit wurde im Wahlkreis 18 – Oberlahn und Wetzlar Süd – Staatsminister Albert Wagner wiedergewählt. In seinem Wahlkreis erhielt die SPD 54,7 %, die CDU 23,8%, die FDP 12,6 % und der BHE 14,8 % der Stimmen. Nach Bekanntwerden dieses Wahlergebnisses sagte der wiedergewählte SPD-Abgeordnete dem Weilburger Tageblatt: „Ich erkläre, dass meine Erwartungen in die Landtagswahl und insbesondere in meinen Wahlkreis nicht enttäuscht, sondern beinahe übertroffen worden sind. … Und nun – auf zur Arbeit, zur glückhaften Vollendung meiner Vorstellung von dem, was dem Volke nottut! Allen Wählern und Wählerinnen, Wahlhelfern und Mithelfern meinen herzlichen Dank!“ [hum]

 

Soweit die Information von Heinz-Ulrich Mengel. Albert Wagner, der von 1885 bis 1974 lebte, wurde auf dem Friedhof des Weinbacher Ortsteils Fürfurt beerdigt. Manfred Schiebel aus Kirschhofen, ebenfalls ein Spurensucher im Weilburger Land hat seinen Grabstein auf dem dortigen Friedhof gefunden und die beiden Fotos zur Verfügung gestellt. Besten Dank dafür.

Albert Wagner ist seinem Heimatort Fürfurt immer treu geblieben. Er ist auf dem dortigen Friedhof begraben. Das Foto wurde von Manfred Schiebel aus Kirschhofen zur Verfügung gestellt.

 
 

MdL Tobias Eckert