Die Weilburger Tafel - eine Erfolgsgeschichte

Veröffentlicht am 09.02.2018 in Ortsverein

Großes Interesse fand das Stadtgepräch der SPD in den Räumen der Tafel. Ein Verein, der eine wichtige Aufgabe hat.

SPD setzt die Stadtgespräche auch 2018 fort

Ein modernes soziales Dienstleistungsunternehmen, straff organisiert und getragen von einem großen ehrenamtlichen Engagement. So präsentierte sich die Weilburger Tafel den Vertretern der örtlichen SPD bei einem Informationstermin. Leonard Wieczorek und Susanne Artner-Stehr informierten über die Arbeit und die aktuellen Herausforderungen. Mit einem eigenen Computerprogramm werden die Abläufe um die rund 700 Kunden gesteuert. Damit besteht immer ein genauer Überblick über Nutzung und die Berechtigten.

Nicht mehr benötigte Ware aus den großen Märkten der Umgebung werden mit einem eigenen Fahrzeug eingesammelt, in der Frankfurter Straße aufbereitet und im Anschluss zur Verteilung freigegeben. Pro Tafeltag sind dabei rund 15 Personen im Einsatz. Doch es gibt auch verdorbene Produkte, die mit hohen Kosten entsorgt werden müssen. Die Sozialdemokraten wollen sich hier für eine Kostenbefreiung beim Abfallbetrieb des Kreises einsetzen.

Spenden und Beiträge sichern die Selbstständigkeit

Rund 75 freiwillige Helferinnen und Helfer und ein rühriger Vorstand sind die Erfolgsfaktoren der Tafel. Die Arbeit des Vereins wird vollständig über Spenden und die Beiträge der 170 Mitglieder finanziert. Eine besondere Herausforderung, die aber auch eine große Selbstständigkeit und Eigenverantwortung garantiert, erläutert Leonard Wieczorek. Andere Einrichtungen sind oft an kirchliche, caritative oder kommunale Träger angeschlossen, die mit bezahlen, dadurch aber auch ein Mitspracherecht haben. Für den laufenden Betrieb und die Vorstandsarbeit werden nach wie vor Freiwillige gesucht, denn es gibt immer wieder krankheitsbedingte Ausfälle und eine permanente Personalfluktuation. Dies gilt auch für weitere Sponsoren die auch in Zukunft wichtig sind.

 

 

Soziale Arbeit in der Stadt erfordert eine bessere Koordination

Die Situation in Weilburg war ebenfalls ein Thema, denn ein hoher Anteil der Tafelkunden kommt aus der Stadt und der näheren Umgebung. Die soziale Arbeit in einer Kommune wird künftig eine größere Bedeutung bekommen, darüber waren sich die Gesprächsteilnehmer einig. Kinder, Senioren, Schulsozialarbeit und Engagement in Brennpunkten und Stadtteilen werden immer wichtiger und erfordern gute Fachkräfte und eine bessere Koordination. Ein Arbeitsfeld, welches in Weilburg noch mehr auszubauen ist. Die Weilburger Sozialdemokraten werden die Arbeit der Tafel auch weiterhin unterstützen, sicherte der Vorsitzende Hartmut Bock zum Abschluss des Gespräches zu. Doch Geld ist von einer politischen Partei nicht zu erwarten und deswegen steht die ideelle Hilfe im Mittelpunkt. So ist es gelungen, den kleinen Stadtzuschuss auch in finanziell knappen Schutzschirmzeiten zu sichern.

Text: Hartmut Bock; Fotos Andreas Müller

 

Leonard Wieczorek (Mitte) und Susanne Artner-Stehr (re) informieren über die Arbeit der Weilburger Tafel e.V.. Hartmut Bock (li), der Weilburger SPD-Vorsitzende sichert auch weiterhin Unterstützung zu.

 

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MdL Tobias Eckert