Nachruf Bruno Götz Die Nachricht, dass Bruno Götz für uns alle so überraschend verstorben ist, hat uns mit großer Betroffenheit hinterlassen. Die Weilburger Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten trauern um einen langjährigen und engagierten Kommunalpolitiker, eine Persönlichkeit, die unsere Stadt und ihre Geschicke in entscheidender Weise geprägt hat, und vor allem um einen Menschen, der stets für andere da war - freundlich, konstruktiv, mit Rat und Tat. Demokratie lebt vom Mitmachen. Ein Satz, der sich einfach daher sagt – Bruno Götz hat ihn immer mit Leben gefüllt.
Geboren im böhmischen Langlammitz, kam Bruno 1946 als einer der ersten Heimatvertriebenen aus dem damaligen Sudetenland in unsere Region. Zunächst in in Laubuseschbach aufgewachsen war er seit 1972 in Weilburg zuhause. Als gelernter Rechtspfleger und Ministerialbeamter in der Justizverwaltung war er zuletzt im Hessischen Justizministerium als Regierungsdirektor tätig. Besondere Verdienste erwarb er sich um den Aufbau der EDV in der Landesverwaltung, damals eine echte Pionierarbeit.
Stets an seiner Seite: Seine bessere Hälfte, Ehefrau Brunhilde. Bruno war ein sportlicher Mensch, spielte Tennis, ritt, lief. Fit wie ein Turnschuh und ein Mann für die Langstrecke war er auch in der Kommunalpolitik: In Weilburg engagierte er sich über Jahrzehnte in der SPD, übernahm Verantwortung in der Stadtverordnetenversammlung und im Magistrat, sogar als Erster Stadtrat und leitete ehrenamtlich die Dezernate Personal und den Sachbereich EDV der Stadtverwaltung. In seiner letzten Wahlperiode war Bruno schließlich „Erster Bürger“ der Stadt, also Stadtverordnetenvorsteher.
Sein Engagement reichte dabei weit über die Kommunalpolitik hinaus – er engagierte sich als Ortsgerichtsvorsteher, wirkte aktiv in der Städtepartnerschaft, brachte sich vielfältig in Vereinen ein – ob im Vorstand der Weilburger Schlosskonzerte oder im Hausfrauenverein, um dies exemplarisch zu benennen. Im gesellschaftlichen und kulturellen Leben Weilburgs war Bruno immer eine feste Größe. Eine wahre Persönlichkeit.
Auch nach dem Ausscheiden aus der aktiven Politik 2021 unterstütze Bruno die neue Generation von Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern mit Rat und Tat - blieb interessiert, brachte Ideen und Wissen aus vielen Jahren des ehrenamtlichen Engagements ein, trug immer noch im Wahlkampf-Zeiten Flyer aus. Und hier wird so deutlich, was die gesamte politische Laufbahn von Bruno prägte: Ihm ging es immer um die Sache, um gute Lösungen – nicht um die eigene Person. Die Lücke, die er hinterlässt, sie schmerzt. Und doch bleibt da vor allem Dankbarkeit, für alles, was Bruno geleistet und uns gegeben hat. In diesen Zeiten des Verlustes denken wir insbesondere an seine Familie, die Menschen, die ihm am nächsten waren. Ihnen wünschen wir viel Kraft.
Bruno, wir werden dich vermissen.