Altstadtsanierung: Hartmut Bock fragt nach der Mitverantwortung des Sanierungstreuhänders

Veröffentlicht am 24.11.2010 in Fraktion

Die Sanierung und Substanzerhaltung der Weilburger Altstadt ist auch weiterhin ein wichtiges Ziel der Stadtentwicklung.

Diese Position vertritt der SPD-Fraktionsvorsitzende Hartmut Bock, nach den Informationen über den plötzlich erforderlich gewordenen Abriss des Wohn- und Geschäftshauses "Flohr" in der Marktstraße. Die Erfolge der von der Nassauischen Heimstätte begleiteten Stadtsanierung erscheinen damit wieder in einem völlig neuen Licht. Nachdem Millionensummen aus öffentlichen Mitteln in einer ersten Phase investiert wurden, verbleibt immer noch ein erheblicher Bestand an Gebäuden, der wegen maroder Bausubstanz dringend auf eine Renovierung wartet.

Um dies festzustellen sind keine hohen baufachlichen Kenntnisse erforderlich. Ein einfacher Spaziergang durch die Innenstadt und ein aufmerksamer Blick nach links und rechts zeigt auch für Laien den Zerfall der Gebäude sehr deutlich. Vor diesem Hintergrund rückt die Frage nach Qualität, Engagement und Mitverantwortung des städtischen Sanierungstreuhänders wieder stärker in den Mittelpunkt, erklärt Hartmut Bock. Diese Frage sei bereits öfters in parlamentarischen Gremien angesprochen worden, aber bisher ist nichts wirkungsvolles geschehen. Bei der jetzt laufenden zweiten Phase der Stadtsanierung „Weilburger Brückenköpfe“, kann sich die Stadt keinen solchen Flop mehr leisten.

Vitalität einer Innenstadt hilft bei der Suche nach Investoren

Für die Marktstraße ist es erforderlich, schnell einen Investor für die Schließung einer hässlichen Baulücke zu finden, damit die Geschlossenheit des Straßenzuges wieder hergestellt wird. Auch hier zeigt sich nach Ansicht von Hartmut Bock, wie wichtig die Vitalität einer Innenstadt für die Investorensuche ist. Lebendige Geschäfte und eine sozial ausgewogene Bevölkerungsstruktur sind immer ein hoher Anreiz für interessierte Bauherren, um in einen solchen Umfeld eigenes Geld für sinnvolle Projekte einzusetzen. In Weilburg gibt es hier erhebliche Defizite, die eine schnelle Lösung gefährden.

Was ist mit dem Denkmalschutz?

Bedenklich hält Hartmut Bock auch die von Bürgermeister Hans-Peter Schick getroffene Aussage „Denkmalschutz besteht nicht“. Natürlich ist ein abgerissenes Haus kein Kulturdenkmal mehr. Doch die Weilburger Altstadt ist aber eine denkmalgeschützte Gesamtanlage nach den Regeln des Denkmalschutzgesetzes. Darüber hinaus gilt die städtische Gestaltungssatzung. An diese Vorgaben muss sich der künftige Bauherr immer halten. Ein einfacher Zweckbau mit einer Plastikfassade ist hier nicht umsetzbar, vermutet Hartmut Bock. Mögliche Bauherren sollten deswegen umfassend über die Rahmenbedingungen und auch über die Fördermöglichkeiten im Rahmen der Stadtsanierung informiert werden. (bk)

Einen Beitrag zum Thema aus dem WEILBURGER TAGEBLATT finden Sie hier.

 
 

Unser Landtagsabgeordneter Tobias Eckert

 

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