Gesucht – gefunden: „Im Protest gegen die Haushaltspolitik von Bürgermeister Wolfgang Keller (parteilos) üben die Parlamentsfraktionen von FDP, SPD, FWG und Grünen erstmals öffentlich den Schulterschluss.“ Dies ist nachzulesen in der Online-Ausgabe der Wetzlarer Neuen Zeitung vom 20.5.2010.
Damit wird die Luft heiß um Wolfgang Keller, der in der Stadtverwaltung in Weilburg bei Bürgermeister Schick seine „politische Lehre“ hinter sich hat. Braunfels hat rund 11.000 Einwohner. Doch bei zehn Millionen Euro Schulden sprechen die dortigen Parteien schon von einem „Horrorszenario“ und rufen den Notstand aus. In einer harten Attacke gegen den Bürgermeister wird dieser aufgefordert, seine Hausaufgaben zu machen und Vorschläge zur Haushaltskonsolidierung vorzulegen.
Weilburg ist anders ?
Die Weilburger Politik ist da offensichtlich gelassener. Hier gibt es zirka 13.000 Einwohner, aber beachtliche 20 Millionen Euro Schulden, Tendenz steigend. Auch hier gab es keine ordentlichen Vorschläge von Bürgermeister und Rathaus zur Haushaltskonsolidierung. Jetzt arbeiten die Parteien selbst in einer überparteilichen Arbeitsgruppe unter Leitung des Stadtverordnetenvorstehers und suchen einen Ausweg. Weilburger Verhältnisse eben – und auch noch sehr bequem für den Bürgermeister. (bk)