Bürgermeisterwahl in Weilburg - Kein Gegenkandidat

Veröffentlicht am 09.09.2010 in Ortsverein

Hartmut Bock (li) und Karl Peter Wirth (re) begründen die Entscheidung zur Bürgermeisterwahl

Der Vorstand der Weilburger Sozialdemokraten hat in seiner jüngsten Sitzung in Odersbach die Marschrichtung für die Kommunal- und Bürgermeisterwahl am 27.März 2011 festgelegt.

Danach soll am 19. November dieses Jahres auf einer Mitgliederversammlung der Wahlvorschlag für die Stadtverordnetenliste beschlossen werden. Einen Vorschlag für die Bürgermeisterkandidatur wird aber der Vorstand nicht unterbreiten. Nach Ansicht des Ortsvereins-Vorsitzenden Karl-Peter Wirth und des Fraktionsvorsitzenden Hartmut Bock ist diese Entscheidung wohl überlegt und gut begründet. Das zunächst angestrebte Ziel einer sozialdemokratischen Bürgermeister-Kandidatur wurde fallen gelassen, weil zum jetzigen Zeitpunkt keine geeigneten Kandidaten zur Verfügung stehen.

So wurde bewusst darauf verzichtet, nach einem regionsfernen Kandidaten Ausschau zu halten, weil diesem selbst bei guten fachlichen Voraussetzungen die Bodenhaftung und die Kenntnisse vor Ort fehlen. Ein Kandidat aus der Region und hier wurde auch über die Grenzen von Weilburg hinaus geschaut, stand nicht zur Verfügung, weil potentielle Bewerber derzeit durch andere Verpflichtungen gebunden sind. Die endgültige Entscheidung wird aber im November auf der Mitgliederversammlung getroffen.

Kein Schmusekurs

Diese Position des SPD-Vorstandes bedeutet nicht automatisch einem Schmusekurs gegenüber dem derzeitigen Bürgermeister Hans-Peter Schick, betonen Karl-Peter Wirth und Hartmut Bock. Wir werden mit klarem und wachem Blick die Arbeit des Stadtoberhauptes verfolgen. Die sprunghaft ansteigende Verschuldung des Weilburger Kernhaushaltes und die damit verbundene Belastung der nächsten Generation, der Zerfall von Ortskernen und Innenstadt, große Auslandsreisen, aber daheim keine Erfolge bei der Integrationsarbeit, alles Defizite, die von den Sozialdemokraten genau beobachtet werden. Wir werden als muntere Aufpasser diese Themen genau im Auge behalten, so Wirth und Bock.

Junge Talente für politische Arbeit gewinnen

Doch wir wollen auch eigene Aufgaben erledigen und die politische Nachwuchsarbeit gezielt voran treiben, erklären die beiden Sozialdemokraten. Dabei gilt es, junge Talente aufzubauen, die bereit sind auf kommunaler Ebene Verantwortung zu übernehmen. Dies ist bei der extrem hohen Verschuldung in Weilburg nicht einfach, da es kaum noch Gestaltungsspielräume gibt. (bk)

 
 

Unser Landtagsabgeordneter Tobias Eckert

 

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