
Helmut Jung am 20.7.2014 mit einer Flagge, die 1944 als neue Nationalflagge vorgesehen war
Am 20. Juli 2014, bei der Gedenkfeier für Richard Hoin in Odersbach, tauchte eine Flagge auf, die Heinz-Ulrich Mengel nachfolgend erläutert:

Am 20. Juli 2014, bei der Gedenkfeier für Richard Hoin in Odersbach, tauchte eine Flagge auf, die Heinz-Ulrich Mengel nachfolgend erläutert:
Es ist kaum bekannt, dass nach einem erfolgreichen Umsturz – nach dem 20. Juli 1944 – ein neues Staatssymbol vorgesehen war. Der Entwurf dafür stammte von Josef Wirmer, der ebenfalls aus den Reihen des Widerstandes kam. Er war nach dem Umsturz als Justizminister vorgesehen.
Die neue Nationalflagge zeigt ein schwarzes, golden eingefasstes Kreuz mit einem leicht verschobenen Querbalken auf rotem Grund.
Josef Wirmer wurde am 19. März in Paderborn geboren. Er stammte aus einer katholischen Lehrerfamilie. In den 20iger Jahren schloss sich der Jurist der Zentrumspartei an. Auch er gehörte zum „Kreisauer Kreis“. Sein Haus war ein wichtiger Treffpunkt der Verschwörer.
Josef Wirmer wurde am 4. August 1944 verhaftet. Er wurde durch den Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 8. September 1944 in Plötzensee hingerichtet.
Sein mutiges Auftreten vor dem Volksgerichtshof ist durch einen auf Hitlers Anweisung heimlich gedrehten Film belegt. Ein Beispiel daraus: Als Freisler ihn anbrüllte, er werde bald zur Hölle fahren, entgegnete Wirmer: „Es wird mir ein Vergnügen sein, wenn Sie bald nachkommen, Herr Präsident.“ (Quelle: Heinz-Ulrich Mengel)
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