Zum Abschluss gab es noch ein Erinnerungsbild mit Ismail Ertug und seinen politischen Freunden aus Weilburg. Einen besonderen Beitrag zur anstehenden Kommunalwahl lieferten die Weilburger Sozialdemokraten mit dem Auftritt des Europaabgeordneten Ismail Ertug, türkischstämmig, aber ein geborener Amberger aus der Oberpfalz.
Wortgewand und mit hohem Fachwissen ausgestattet, präsentierte er eine anspruchsvolle Themenpalette von der Stadtentwicklung in Amberg über europäische Verkehrspolitik, Fragen der touristischen Entwicklung, der Förderung des ländlichen Raumes und der Neuorientierung der Agrarpolitik.
Kann Weilburg von Amberg lernen?
Dabei stellte er die historische Stadt Amberg vor, die mit 43.000 Einwohnern zwar deutlich größer ist als Weilburg, aber eine sehr gut erhaltene mittelalterliche Stadtanlage hat, die jährlich tausende Besucher und Touristen anlockt. Im dortigen Stadtrat hat Ismail Ertug seine ersten politischen Erfahrungen gesammelt. Ein historischer Kern und eine moderne Stadtentwicklung sind kein Widerspruch, sondern können sich geschickt ergänzen, so seine These. Dies zeige die ungebrochene Attraktivität von Amberg. Hier gibt es nach wie vor Einwohnerzuwächse, die in erster Linie durch Zuzüge ausgelöst werden.
Auch über Integration wurde gesprochen.
Fragen der Integration wurden erst angesprochen, nachdem Jacqueline Würz aus Weilburg dieses Thema auf die Tagesordnung brachte. Viel zu spät habe in Deutschland eine ordentliche Integrationsarbeit begonnen, erkläre Ismail Ertug, denn erst Mitte der neunziger Jahre wurden diese Themen in Deutschland aufgegriffen. Dabei gebe es mittlerweile viele gute Beispiele für eine gelungene Integration. Der Schlüssel zum Erfolg ist die gute und qualifizierte Bildung, so sein Fazit.
Am Ende gab es eine Einladung
Nach dem Vortrag gab es noch ein Angebot und eine Einladung an die Weilburger Kommunalpolitiker. Ismail Ertug regte einen Besuch in Amberg an, um Erfahrungen auszutauschen und gute Beispiele zu übernehmen. (bk)