Was andernorts in großen Festzelten geschieht, findet in Weilburg in einem etwas kleineren, aber nicht minder engagierten Rahmen statt. In diesem Jahr freut sich die heimischen SPD-Mitglieder, die Hessische Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales Heike Hofmann zum politischen Aschermittwoch mit traditionellem Heringsessen im Bürgerhaus Ahausen zu begrüßen.
Schon beim Betreten des Saals war spürbar, dass es hier nicht nur um ein gemeinsames Essen geht, sondern um Austausch und klare Worte.
Isabell Heep und Christian Radkovsky begrüßten die Gäste, darunter viele Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus der Region, Mitglieder des Kreistages, der stellvertretende Landrat und Spitzenkandidat Jörg Sauer, sowie zahlreiche kommunalpolitisch Engagierte. Kulinarisch blieb man der Tradition treu: Heringssalat mit Pellkartoffeln stand auf dem Speiseplan. Inhaltlich wurde es dann deutlich pointierter.
Mit dem Fraktionsvorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion im Hessischen Landtag, Tobias Eckert, war ein profilierter Landespolitiker nach Ahausen gekommen. Als Gastrednerin sprach zudem die Hessische Sozialministerin Heike Hofmann zu den Anwesenden. Sie setzte in ihrer Ansprache eigene Akzente und widmete sich insbesondere sozialpolitischen Fragen, die viele Kommunen unmittelbar betreffen. Themen wie soziale Gerechtigkeit, Unterstützung für Familien und die Herausforderungen im Gesundheits- und Pflegebereich standen im Mittelpunkt. Sie wählte klare Worte, blieb aber zugleich nah an den praktischen Erfahrungen der Kommunalpolitikerinnen und -politiker im Saal.
Das eingespielte Team um Monika Orgel sorgte an diesem Abend für einen reibungslosen Ablauf und leckeren Heringssalat. Anja Ludwig organisierte die Veranstaltung in ihrem Heimatdorf. Die anwesenden Gäste wurde durch selbsthergestellten Heringssalat und eine Alternative aus Kräuterquark verköstigt.
Am Ende blieb der Eindruck einer lebendigen Veranstaltung, die zeigt, dass politische Debattenkultur nicht nur in großen Metropolen oder in den bekannten Hochburgen gepflegt wird, sondern auch im ländlichen Raum ihren festen Platz hat – engagiert, pointiert und mit einer Portion Tradition auf dem Teller.