Klimawandel, Fukushima, Merkels Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Atomausstieg – kaum ein Thema geht aktuell derartig oft durch die Medien, wie die Zukunft unserer Energie-Versorgung und die Probleme, die diese mit sich bringt.
Dabei haben mittlerweile auch die Letzten realisiert, dass man an alternativen Konzepten zur Energieerzeugung nicht mehr vorbeikommt.
Auch Weilburg kann und soll künftig seinen Beitrag zur „Energiewende“ leisten und verstärkt auf nachhaltige Formen der Stromerzeugung setzen, so die Fraktionsvorsitzenden von SPD und GRÜNEN, Christian Radkovsky und Wilhelm-Friedrich Grote bei ihren Redebeiträgen in der letzten Sitzung des Weilburger Stadtparlamentes.
Ziel sei es, nicht nur, sich dem Ziel der Regionalversammlung Mittelhessen anzuschließen ( 33 Prozent des gesamten Energieverbrauchs aus erneuerbaren Energiequellen bis zum Jahre 2020), sondern auch vorhandene Energieeinsparpotenziale zu nutzen, um den stadtweiten Energieverbrauch nach Möglichkeit zu reduzieren.
Neben einer sorgfältigen Prüfung der regionalen Potentiale für eine eigene Energieerzeugung z.B. durch Sonne, Wasser, Wind; Biomasse etc. durch ein entsprechend qualifiziertes Fachbüro sollen auch Synergieeffekte im Bereich der Nahwärme (Nutzung von Abwärme als Heizkraft) analysiert werden.
Die Ergebnisse dieser zahlreichen Überprüfungen sollen in einem Energiekonzept zusammengefasst werden, welches dann möglichst zeitnah beschlossen und umgesetzt werden soll.
Um eine ausreichende Transparenz in der Bevölkerung herzustellen, soll diese ebenfalls, etwa durch vorherige Informationsveranstaltungen) an der Planung beteiligt werden.
Auch eine wirtschaftliche Beteiligung der Weilburger Bürger, z.B. in Form einer Energie-Genossenschaft sei wünschenswert, so SPD und GRÜNE.
Insgesamt biete die Erneuerbare-Energien-Initiative nicht nur ökologischen Nutzen, sondern habe durchaus auch das Potential, durch hieraus resultierenden Pachteinnahmen etc. in Zukunft dringend benötigte zusätzliche Gelder in die Stadtkasse zu spülen. (je)