Hartmut Bock Der weitere Ausbau des Angebotes für die unter Dreijährigen muss in der Stadt Weilburg weitergehen, um bis zum Jahr 2013 ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot zu schaffen. Dies wollen die Weilburger Sozialdemokraten mit einem Antrag im Stadtparlament erreichen. Voraussetzung ist dabei aber nach Ansicht des Fraktionsvorsitzenden Hartmut Bock die genaue Feststellung des Bedarfs, die dann Grundlage für die anschließende Investitionsentscheidung ist.
Wie stellt sich die Gesamtsituation der Kindertagesbetreuung in Weilburg aktuell dar? Wie viele Kinder unter drei Jahren werden in der in der Stadt Weilburg zurzeit betreut und in welcher Form? Wie viele Plätze müssen voraussichtlich bis zum Jahr 2013 für Kinder unter drei Jahren zur Verfügung gestellt werden? Wo und wie können diese Plätze realisiert werden? Diese Fragen stehen im Zentrum des Antrags.
Bedarf genau ermitteln
Diese Informationen müssen vorliegen, damit keine Einrichtungen „am Bedarf vorbei“ geschaffen werden. Das können wir uns bei der schwierigen Kassenlage nicht leisten, so Hartmut Bock. Dabei dürfen die bestehenden Kindertageseinrichtungen in der Stadt Weilburg nicht unberücksichtigt bleiben. In Anbetracht der Tatsache, dass Geburtenzahlen zurückgehen, werden voraussichtlich in diesen Einrichtungen bis zum Jahr 2013 weniger Plätze für Kinder vom dritten Lebensjahr bis zum Schuleintritt benötigt. In die Planungen für Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren sollte dies Berücksichtigung finden. Insgesamt wird im Landkreis Limburg-Weilburg ein Versorgungsniveau von 35 Prozent für Kinder unter drei Jahren angestrebt. In erster Linie soll dadurch Eltern ermöglicht werden einer beruflichen Tätigkeit oder berufsqualifizierenden Maßnahme nachzugehen. Vereinbarkeit von Familie und Beruf gilt hier als oberstes Gebot. Die Stadt Weilburg liegt mit ihrem Angebot noch weit zurück und belegt nur einen Mittelplatz auf der Kreisebene. Dies darf nach Ansicht der Weilburger SPD so nicht bleiben.