Stadthalle Weilburg: Neue Visitenkarte - neuer Eingangsbereich

Veröffentlicht am 23.05.2012 in Stadtpolitik

NEU: Die Stadthalle hat seit wenigen Tagen ein neues Logo im Eingangsbereich

Heimlich, still und leise hat sich das Umfeld und der Eingangsbereich der Stadthalle in Weilburg verändert.

Noch im Winter, es lag dicker Schnee, war die Welt noch in Ordnung. Da gab es die eindeutige Beschilderung mit der Beschriftung Stadthalle "Alte Reitschule" im Eingangsbereich. Dazu das Logo der Stadt mit dem Turm der Schlosskirche und einer Reklame von OBERSELTERS und LORD-PILS.

Doch dies hat sich jetzt geändert. Siehe Foto oben. Der Eigentümer der Halle hat vollendete Tatsachen geschaffen und die Beschilderung ausgewechselt. Ein neues Logo, die Beschriftung Restaurant Café "Alte Reitschule" prägen den Eingang. Der Begriff 'Stadthalle' ist verschwunden.

Was ist passiert?

Ganz einfach. Der Eigentümer der Stadthalle hat im November 2010 der Stadt Weilburg die Halle gekündigt. Begründet wurde dies mit einem einem erheblichen Investitionsbedarf für Brandschutzeinbauten, die von der zuständigen Bauaufsicht des Landkreises schon seit Jahren gefordert wurden. Nach den vorliegenden Verträgen hat die Stadt als Mieter die Verpflichtung, diese Investitionen zu tätigen. Weil die Stadt diese Baumaßnahmen nicht durchführte, erfolgte die Kündigung, so die Begründung des Eigentümers.

Wie geht es weiter?

Seither sind fast zwei Jahre ins Land gegangen. Doch passiert ist nichts. Das Stadtparlament hat im Januar 2011 die Erstellung eines Brandschutzkonzepts beschlossen, um festzustellen, welche Investitionen für den Brandschutz erforderlich sind. Doch eine Vereinbarung mit dem Eigentümer liegt bisher nicht vor. Ist der Eigentümer bereit, die Halle an die Stadt zu verkaufen? Oder zu vermieten? Welche Forderungen gibt es vom Eigentümer? Informationen dazu oder gar schriftliche Unterlagen mit einem Angebot des Eigentümers fehlen.

Das Stadtparlament soll entscheiden.

Am kommenden Donnerstag soll das Stadtparlament sich mit dem Thema befassen. Die Stadt soll auf die weitere Anmietung der Halle verzichten, so der Vorschlag von Bürgermeister und Magistrat. Ein Beschluss, der bei genauer Betrachtung überflüssig ist, weil bereits eine rechtskräftige Kündigung vorliegt und ein schriftliches Angebot für eine weitere Anmietung fehlt.

Dies wird vielen Parlamentariern nicht gefallen und es gibt erheblichen Beratungsbedarf. Eine Stadt ohne Stadthalle. Geht das?

Das letzte Wort

Das letzte Wort ist sicherlich in der Angelegenheit noch nicht gesprochen und der Ausgang der Beratung ist offen. Doch viel Zeit darf die Stadt nicht mehr verlieren, denn die Innenstadt benötigt neue Impulse und eine aktiv genutzte Stadthalle ist ein wichtiger Beitrag zur Vitalisierung unseres Stadtzentrums.(bk)

Der eingangsbereich wurde vollständig neu beschriftet.

Auch der Eingangsbereich wurde von dem Eigentümer vollständig neu gestaltet.

 
 

Unser Landtagsabgeordneter Tobias Eckert

 

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