Heinz-Werner Koch, der neue Vorsitzende der SPD-Weilburg-Kernstadt Heinz-Werner Koch ist neuer Vorsitzender der Kernstadt-SPD. Er löst Heinz Ulrich Mengel ab, der diese Funktion über Jahre prägte und aus persönlichen Gründen nicht mehr für diese Aufgabe zur Verfügung stand.
Die weiteren Vorstandsmitglieder bleiben bis zur nächsten turnusmäßigen Wahl im Amt. Der 64-Jährige Koch ist als Jurist in der Hessischen Finanzverwaltung tätig und hatte bisher auf der kommunalen Ebene noch keine Ämter inne. In einer Laudatio würdigte der Stadtrat Norbert Dieth die Verdienste des scheidenden Vorsitzenden Heinz-Ulrich Mengel. Er sei seit 1971 in politischen Ämtern aktiv und habe Weilburg geprägt wie kein anderer. Sein Wirken sei durch hohe Einsatzbereitschaft und ein starkes Durchsetzungsvermögen geprägt.
Kommunalwahl im Blick
In der Versammlung, die der personellen und inhaltlichen Vorbereitung der Kommunalwahl im nächsten Jahr diente, löste der Bericht des Ersten Stadtrates Bruno Götz eine heftige Diskussion zur Stadtpolitik aus. Bei der baulichen Entwicklung wurde die Gestaltung und das Aussehen eines Ersatz-Neubaus neben der Sparkasse auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei Jacobs kritisiert. Wer hat dieses Bauwerk genehmigt, so die Frage aus der Versammlung. Oder die Gestaltung des Marktplatzes. Ein Zustand, schlecht wie noch nie, kommentierte der frühere SPD-Vorsitzende Joachim Warlies.
Weiterer Punkt war die Entwicklung der Innenstadt, in der Bernd Schönfeld mit Blick auf Baustruktur und Bevölkerung erste Tendenzen der Verslumung feststellte. Auch die Kommunikation wichtiger Entscheidungsträger wurde angesprochen. Zu viele kleine Zirkel, zu wenig Transparenz und kaum Einflussmöglichkeiten von außen, bemängelte das Neu-Mitglied der Kernstadt-SPD, Bernd Weinbrenner. Als Betreiber eines Ladenlokales und einer Feinschmeckergaststätte ist er ein Kenner der Szene. Thema war auch der Betrieb einer halblegalen Gaststätte im Kubacher Gewerbegebiet. Während anderswo die Gastronomie harte Auflagen bekommt, wird hier von Stadt und Kreis ein Auge zugedrückt, so die Vermutung der Versammlung.
Chance der Neuaufstellung nutzen
Mit der personellen Neuaufstellung verbindet sich nach Ansicht des stellvertretenden Ortsvereinsvorsitzenden Hartmut Bock die Chance, als Kernstadt-SPD wieder stärker in das politische Blickfeld zu rücken. Diese Aufgabe dürfe nicht dem Weilburger Ortsvorsteher Andreas Tiefensee oder dem Bürgermeister Hans-Peter Schick allein überlassen werden. Hier sei ein eigenes Profil gefordert. (bk)