
Der Erste Stadtrat Bruno Götz (li) probiert den Rotwein aus Kirschhofen
Hartmut Orendi, besitzt einen schönen Garten in dem sich auch ein kleiner Weinberg befindet.

Hartmut Orendi, besitzt einen schönen Garten in dem sich auch ein kleiner Weinberg befindet.
Das Beste kommt zum Schluss, eine alte Weisheit, die auch vielfach stimmt. So auch bei der Radtour von SPD und Grünen aus dem Bauausschuss, die auf dem Lahntalradweg von Löhnberg nach Kirschhofen führte. Wo gibt es wichtigen Handlungsbedarf für die Stadtpolitik? Dieser Frage spürten die Radler nach. Das hat gut funktioniert. Leider fehlten die Grünen, die alle durch andere Termine gebunden waren. Dafür war der Chef der Weilburger Fremdenverkehrs-Marketing GmbH, Knut Rehn dabei, der über einen reichhaltigen Erfahrungsschatz verfügt, der aktuell und umfassend die wichtigsten Brennpunkte darstellte. Die Berichterstattung in den Weilburger Nachrichten und im TAGEBLATT gibt dazu einen umfassenden Überblick.
Ein schöner Garten und eine Weinprobe
Der Abschluss der Tour war nicht geplant. Spontan und überraschend öffnete sich in Kirschhofen ein Gartentor und der ehemalige Ortsvorsteher Hartmut Orendi und seine Ehefrau Angelika präsentierten ihren mustergültig gepflegten Garten. Eine Augenweide. Doch es kam noch besser. Hartmut Orendi ist nicht nur Gärtner, er baut auch Wein an den Hängen des Lahntals an, den die Teilnehmer der kommunalen Radtour probieren durften. Ein gelungener Abschluss. Dabei hat Hartmut Orendi aber auch noch zwei Arbeitsthemen serviert. Das trockene Wehr in Kirschhofen ist vielen Passanten ein Ärgernis. Die Politik soll sich hier um Abhilfe kümmern. Und dann noch die vielen Autos auf dem Leinpfad, die dort nicht hingehören. Das Ordnungsamt der Stadt ist nach seiner Einschätzung hier gefragt und muss handeln.
Hartmut Orendi, der Hobby-Winzer
Doch wie kommt Hartmut Orendi zum Weinbau? Das hat er dann auch kurz erklärt. Sein Vater stammt aus Siebenbürgen in Rumänien und seine Eltern haben da schon Wein angebaut. Deswegen liegt ihm der Weinbau im Blut. Auch in Kirschhofen ist früher Wein angebaut worden und wenn man dann wie er, einen Garten im „Wingertsberg“ hat und in der Wingertstraße wohnt, liegt es nahe, wenn auch hier der Weinbau wieder auflebt. Die ersten Trauben hat er in den achtziger Jahren hinter seinem Haus angepflanzt, die aber leider nicht resistent gegen Mehltau waren und danach wieder entfernt wurden.
Danach hat er im Jahre 1993 dreißig widerstandsfähige Sorten, wie Muskat Bleu, Medina und Bianca im Garten an der Lahn angepflanzt.
Kyrill hat mit geholfen
Nachdem der Wirbelsturm Kyrill 2006 im Garten zehn Bäume gefällt hatte, gab es noch mehr Platz und es und konnten noch weitere fünfzig Weinstöcke, der Sorten Alegro und Bolero angepflanzt werden. Es sind rote Trauben und die Sorten sind Neuzüchtungen aus Geisenheim (der hessischen Wein-Hauptstadt). Im letzten Jahr konnte er zirka zweihundert Liter Wein ausbauen, der nach Einschätzung von Experten für einen Lahnwein eine gute Qualität hat. Das Hobby ist Hartmut Orendi ans Herz gewachsen, er will ihm noch lange nachgehen. (bk)
Eine kleine Einführung in die Radtour finden Sie hier.