Kurt Hoin verstorben

Veröffentlicht am 15.09.2011 in Ortsverein

Kurt Hoin

Weilburg-Odersbach. Kürzlich feierte Kurt Hoin aus Odersbach im Kreis seiner Angehörigen und etlichen Weggefährten seinen 90. Geburtstag. Nach einem erfüllten Leben ist er am vergangenen Wochenende verstorben. Am Montag ab 15 Uhr verabschiedet sich die Trauergemeinde in der Kirche und anschließend bei der Urnenbeisetzung auf dem Friedhof.

Kurt Hoin hat sich in vielen Jahren um die Menschen in der Region verdient gemach. Seine Wiege stand in Odersbach, doch lebte er als Knabe zunächst in Villmar, wo sein Vater den dortigen Konsum leitete ehe die Familie nach Odersbach zurückkehrte. Seine politische Karriere begann bereits im Alter von sieben Jahren mit seinem Beitritt zu den „Roten Falken“, bei denen der Sozialdemokrat bereits früh im Rahmen selbstverwalteter „Kinderrepubliken“ zusammen mit anderen Kindern auch aus anderen Nationen lernte, was demokratische Mitbestimmung bedeutet.
Kaum hatte er im Jahr 1939 in Wetzlar seine Lehre zum Feinoptiker abgeschlossen, wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Im Krieg erlitt er mehrere Verwundungen und geriet in amerikanische Gefangenschaft. Bereits 1947 durfte er sich in der Verwaltung des Oberlahnkreises am Neuaufbau einer demokratischen Kommunalverwaltung beteiligen. Später übernahm er hier die Leitung des Kreissozialamtes und nach 1974 die Leitung des Sozialamtsleiter im neu gebildten Landkreis Limburg-Weilburg.
Direkt nach dem Krieg hatte er sein Engagement für die Sozialdemokratie fortgesetzt. Er war bis 1974 Kreisgeschäftsführer und -kassierer der SPD Oberlahn. Als solcher war er ein enger Vertrauter des Staatsministers Albert Wagner und Koordinator der Jugendarbeit. Auch nach seiner Pensionierung blieb Kurt Hoin aktiv, widmete sich aber noch einmal einem ganz anderem Gebiet: Er studierte als Gasthörer an der Uni in Gießen Geschichte, Kunstgeschichte und Philosophie.

Ein Beitrag von Manfred Horz, Journalist, Weilburg

 
 

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MdL Tobias Eckert