SPD will leistungsfähiges Nahverkehrsangebot für das Weilburger Land

Veröffentlicht am 23.08.2014 in Stadtpolitik

Informationen und der Fahrkartenverkauf der Mobilitätszentrale werden rege genutzt.

Die Situation des öffentlichen Nahverkehrs stand im Mittelpunkt des Stadtgesprächs der Weilburger SPD bei Verkehrsgesellschaft Lahn-Dill-Weil. Mit dabei waren interessierte Bürger und SPD-Vertreterinnen und Vertreter aus Kreis und Stadt.

Wichtiger Standortfaktor

Der öffentliche Nahverkehr ist ein wichtiger Standortfaktor für die heimische Region, der nicht kaputt geredet werden darf. Dieses Resümee zog Dirk Plate (Foto rechts), der Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Lahn-Dill-Weil mbH (VLDW) nach einem Informationsgespräch mit den heimischen Sozialdemokraten in den Räumen der Mobilitätszentrale am Weilburger Bahnhof. Die Gesellschaft ist zuständig für den Landkreis Limburg-Weilburg und für den benachbarten Lahn-Dill-Kreis und organisiert und finanziert  gemeinsam mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bei uns. Mit dabei war der zuständige Verkehrsplaner Markus Rinnert, der großen Wert auf ein kundengerechtes Angebot legt.

Schwierige Rahmenbedingungen

Dabei sind die Rahmenbedingungen nicht einfach, denn die zurückgehende Bevölkerung im ländlichen Raum und sinkende Schülerzahlen führen zwangsläufig zu geringeren Fahrgastzahlen.  Insgesamt werden rund 70 Prozent der Kosten durch verkaufte Fahrkarten erbracht,  ein Ergebnis, welches sich auch im hessischen Vergleich sehen lassen kann, wie Dirk Plate informierte. Eine wichtige Einnahmequelle ist dabei die Schülerbeförderung.  Der Rest wird aus öffentlichen Kassen finanziert, um die Attraktivität des Angebotes zu erhalten. Ebenfalls gut für die Region ist die Vergabe der Buslinien an heimische, mittelständige Unternehmen, die aus einem europaweiten Wettbewerb hervorgegangen sind.

Daneben betreibt die Verkehrsgesellschaft sehr erfolgreich seit dem Weilburger Hessentag die Mobilitätszentrale im Bahnhof Weilburg, mit einem umfassenden Informationsangebot und einem Fahrkartenverkauf auch für die Deutsche Bahn AG.

Region braucht ein leistungsfähiges Angebot

Die Bedeutung des öffentlichen Verkehrs für die heimische Region wurde in der Diskussion noch einmal deutlich. Immer mehr ältere Menschen ohne Auto oder Führerschein sind auf das Angebot angewiesen. Einkaufen, Arztbesuche, Behördengänge, das alles ist ohne einen gute Busanbindung nur schwer möglich. Gleiches gilt für junge Menschen die zur Schule oder ins Schwimmbad wollen. Christian Radkovsky und Hartmut Bock, die das Gespräch für die  Stadtverordnetenfraktion und den Ortsverein vorbereiteten, wollen sich deswegen bei Kreis und Stadt für eine dauerhafte und stabile Finanzierung eines leistungsfähigen  Verkehrsangebotes in der Region einsetzen. In Zeiten knapper Kassen kein leichtes Vorhaben, aber wichtig, damit das Weilburger Land weiterhin attraktiv für die Menschen bleibt.(bk)

Mit großem Interesse verfolgen die Teilnehmer des Stadtgesprächs der SPD die Ausführungen von Geschäftsführer Dirk Plate

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MdL Tobias Eckert