Interesse für gesellschaftliches Engagement wecken

Veröffentlicht am 22.09.2014 in Stadtpolitik

VHS-Direktor Michael Schneider (re) informiert die Weilburger Sozialdemokraten. Links: Jacqueline Würz

Die Erwachsenenbildung im heimischen Raum stand im Mittelpunkt des jüngsten Stadtgesprächs der Weilburger Sozialdemokraten. In der Weilburger Geschäftsstelle der Kreisvolkshochschule Limburg-Weilburg legte Direktor Michael Schneider eindrucksvolle Daten zur Entwicklung vor.

So hat sich die Teilnehmerzahl an Seminaren und Kursen von 7500 im Jahre 1975 auf zirka 20.000 bis heute erhöht, ein Zeichen für das attraktive Programm und das große Interesse. Das dezentrale Informationsangebot trägt wesentlich zum Erfolg bei, denn mit Geschäftsstellen in Limburg und Weilburg und Außenstellen und Ansprechpartnern in allen Gemeinden des Kreises gibt es eine große Nähe zu den potentiellen Teilnehmern.

Qualifiziertes Bildungsangebot im Weilburger Land

Dies wirkt sich auch auf das Seminarangebot aus, denn es gelingt Themen zu präsentieren, die auch nachgefragt werden. Das Interesse vor Ort wird durch ein Gremium aus Dozenten ausgelotet und dann als kompaktes Lehrgangsprogramm zusammen gestellt. Die Ausfallquote von zirka 15 bis 20 Prozent ist sehr niedrig und bestätigt die richtige Themenwahl, so Michael Schneider. Die Gelder für den Seminarbetrieb kommen zu 80 Prozent aus Teilnehmerbeträgen und nur zu einem Fünftel aus öffentlichen Mitteln, auch das ein Wert, der sich sehen lassen kann. Eine stärkere öffentliche Förderung ist wünschenswert, denn neue Kosten entstehen zum Beispiel durch Mietforderungen der Kommunen, die wegen der angespannten Finanzlage die Nutzung von Seminarräumen in Rechnung stellen. Auch das Land Hessen ist hier gefordert, denn im Ländervergleich liegt Hessen bei der Förderung der Volkshochschulen weit hinten.

Stärkung von Weilburg

Die Stärkung des Standortes Weilburg wird durch rund 2600 Seminarteilnehmer in der Stadt und jeweils 200 bis 300 Teilnehmer in den fünf Außenstellen im Weilburger Land belegt. Ausreißer ist dabei Weilmünster mit 700 Teilnehmern, weil dort viele Wassergymnastikkurse in der Vitos-Klinik stattfinden. Bruno Götz, der Erste Stadtrat in Weilburg und VHS-Vorstandsmitglied, der die Gesprächsrunde am Anfang begrüßt hat, zeigte sich erfreut über diese Zahlen, denn damit wird das qualifizierte Bildungsangebot in der Stadt weiter gefördert.

Eine starke Volkshochschule vor Ort, ein qualitätsvolles Bildungsangebot und eine stabile Finanzierungsgrundlage sind die Ziele der heimischen SPD zur Erwachsenenbildung, erklärten Christian Radkovsky und Hartmut Bock zum Abschluss. Angeregt wurde, die Qualifizierung junger Menschen für Ehrenamt und in politischen Gremien noch stärker in das Programmangebot aufzunehmen. Interesse wecken und Lust machen für gesellschaftliches Engagement, das ist ein wichtiges Ziel, so die SPD-Vertreter.(bk)

 

Interessierte Zuhörer gab es beim Informationsgespräch der Weilburger SPD, denn Direkter Michael Schneider (am Kopfende links) lieferte wichtige Informationen zur Arbeit der Kreisvolkhochschule Limburg-Weilburg . Rechts stehend: Christian Radkovsky, SPD-Fraktionsvorsitzender.
 

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MdL Tobias Eckert