Vom Garagenbetrieb zum High Tech Unternehmen

Veröffentlicht am 30.10.2015 in Stadtpolitik

Hochinteressant und spannend - die Besucher der SPD wurden umfassend über den Produktionsprozess informiert

Eine Garagen-Story, die es sonst nur im Silicon Valley gibt, erlebten die Weilburger Sozialdemokraten beim Besuch der Firma FEIG ELECTRONIC GmbH.

Denn vor 45 Jahren startete das Unternehmen in einer kleinen Werkstatt in der Weilburger Gartenstraße und wenig später in einer Garage in Barig-Selbenhausen. Heute arbeiten an dem Standort in Waldhausen 250 Mitarbeiter und erwirtschaften einen Umsatz von 40 Millionen Euro. Darüber informierte der Firmengründer und Inhaber Dipl. Ing. Wolfgang Feig, der als Geschäftsführer die Geschicke des Erfolgsunternehmens leitet. Zusammen mit dem weiteren Geschäftsführer Eldor Walk, dem Kaufmännischen Leiter Volker Klemens und dem Marketingchef Andreas Löw präsentierte er ein leistungsstarkes Unternehmen, welches sich schwerpunktmäßig mit der Entwicklung und der Produktion von High Tech Produkten befasst und in der Branche als Spezialist für berührungslose Identifikation, Steuerungselektronik und Verkehrssensorik geschätzt wird.

Weltweites Engagement

Mit insgesamt vier Geschäftsbereichen agiert das Unternehmen weltweit und erwirtschaftet mehr als 50 Prozent der Umsätze im Ausland. Neben elektronischen Tor- und Schrankensteuerungen und Induktionsschleifendetektoren für Park- und Verkehrssysteme,  werden hochmoderne RFID-Lesegeräte für zahlreiche Anwendungen entwickelt und hergestellt. Neu hinzugekommen ist der Bereich der elektronischen Zahlungssysteme, der unter dem Namen PAYMENT firmiert und  den aktuellen Trend weg vom Bargeld aufgreift. Ein Zukunftsmarkt mit großen Wachstumschancen.

Kundenspezifische Produkte

Schwerpunkt ist nicht die Herstellung von Massenware, sondern die Entwicklung und Fertigung hochwertiger kundenspezifischer Produkte mit einer hohen Qualität. Allein 60 Mitarbeiter sind in den beiden Entwicklungsabteilungen tätig. Ein solides Wachstum und eine qualifizierte und motivierte Belegschaft sind die Grundlagen des Erfolgs. Demnach sucht das Unternehmen nach wie vor gut ausgebildete Fachkräfte. Dies ist in Weilburg nicht immer einfach, berichtet dazu die Geschäftsführung, weil viele junge Akademiker die Ballungsräume bevorzugen. Für das Unternehmen ist deswegen auch die Attraktivität des Standorts Weilburg wichtig, mit einer guten Infrastruktur, mit hochwertigen Kultur- und Bildungseinrichtungen und insbesondere auch mit einem attraktiven Wohnraumangebot.  Dies erhöht die Bereitschaft zum beruflichen Engagement in der heimischen Region.

Qualitätsmanagement

Bei einem Betriebsrundgang informierte der Leiter Produktion & Materialwirtschaft, Rudolf Dörr, über hoch effizient organisierte Arbeits- und Verfahrensabläufe. Dazu kommt ein leistungsfähiges Qualitätsmanagementsystem, das die verschiedenen Prozesse dokumentiert und kontinuierlich verbessert.

Erfolgreiche Standortpolitik

„Ein wichtiges Unternehmen für die Stadtentwicklung“, so das Resümee der Kommunalpolitiker, denn ein qualifiziertes  und attraktives Arbeitsangebot ist wichtig für Weilburg. Das Beispiel zeige aber auch, wie sich ehemals kleine Betriebe erfolgreich zu innovativen und international tätigen Mittelständlern entwickeln können. Erfolgreiche Standortpolitik muss deswegen stärker als bisher auf kleine, innovative und wachstumsorientierte Betriebe setzen, so das Fazit des SPD-Vorsitzenden Hartmut Bock zum Abschluss.

Text und Fotos: Hartmut Bock

 

Foto 1: Gespannte Aufmerksamkeit als der Leiter Produktion & Materialwirtschaft, Rudolf Dörr,  über interessante Details bei der Fertigung der High Tech Produkte informierte

Foto 2: „Ein wichtiges Unternehmen für die Stadtentwicklung“, so das Resümee bei der abschließenden Gesprächsrunde, zusammen mit Firmengründer und Inhaber Dipl. Ing. Wolfgang Feig (Foto vorne links)

Weitere Informationen:

 

Der Bericht über den Besuch bei FEIG Elektronic finden Sie auch auf der Homepage des Verfassers.

 
 

MdL Tobias Eckert