Der Gardeball, die Bürgergarde und die Stadthalle

Veröffentlicht am 19.01.2014 in Stadtpolitik

MdL Tobias Eckert (li) mit dem Hauptmann der Bürgergarde Jörg Schönwetter beim Gardeball 2014

Glanzvoll, charmant und in einem festlichen Ambiente feierte die Weilburger Bürgergarde ihren Gardeball 2014.

 

Mit dabei war der Landtagsabgeordnete Tobias Eckert, der nach der Ministerpräsidentenwahl in Wiesbaden zu dem festlichen Ereignis in Weilburg gekommen war. Prominent vertreten waren auch die heimischen Sozialdemokraten mit dem Ersten Stadtrat Bruno Götz und dem Stadtverordnetenvorsteher Walter Frank, der als langjähriges Mitglied der Bürgergarde in Uniform erschienen ist. Oliver Jung, Parlamentsvorsteher im benachbarten Merenberg, war ebenfalls unter den vielen Besuchern. Glücklich und zufrieden begrüßte Jörg Schönwetter, Hauptmann der Bürgergarde die vielen Gäste.

 

Gut vertreten waren auch die heimischen Medien vom Tageblatt, über Weilburg TV bis hin zur Nassauischen Neuen Presse, die ausführlich über den Ball berichten werden.

 

Die Stadthalle ist besser

Ein Lob gab es von Jörg Schönwetter für die festlich geschmückten Räume des Eventhauses, welches sehr professionell von dem Weilburger Jungunternehmer Tim Bleul betrieben wird und zu unterschiedlichen Veranstaltungen rege nachgefragt wird. Idealer seien allerdings die Räumlichkeiten der Weilburger Stadthalle, die für ein gesellschaftliches Ereignis wie den Gardeball den richtigen und würdevollen Rahmen bietet. Er appellierte an die anwesenden Vertreter aus der Weilburger Kommunalpolitik die Sanierung dieses Projektes voran zu treiben, damit wieder ein Ort für große Veranstaltungen in der Mitte der Stadt zur Verfügung steht.

 

Aktuelle Informationen fehlen

Damit hat der Hauptmann der Bürgergarde einen wunden Punkt der Stadtpolitik angesprochen, denn das Gebäude ist nicht in städtischem Eigentum und der Eigentümer hat die Stadt mit einer Kündigung im Herbst 2010 vor die Tür gesetzt. Außer großen Worten ist seither nichts passiert. Der Bürgermeister hat diesen „Abgang“ als Einsparpotenzial für den kommunalen Schutzschirm an den Regierungspräsidenten gemeldet. Gleichzeitig wird aber immer wieder von einer erneuten Anmietung und Sanierung durch die Stadt gesprochen. Aktuelle Informationen gibt es selbst für die Weilburger Stadtverordneten nicht, denn das Thema wird in stillen Zirkeln im Rathaus verhandelt.

 

So wurde jüngst durch eine Anfrage im Stadtparlament über einen Rechtsstreit zwischen Eigentümer und Stadt informiert, mit dem die Stadt Weilburg eine Entschädigung für die vielen teuren Einbauten forderte, die auf Stadtkosten angeschafft wurden. Doch die Stadt hat den Prozess verloren und auf eine mögliche Berufung, die von Juristen empfohlen wurde, haben die Stadtväter großzügig verzichtet. Immerhin ging es dabei um eine halbe Million Euro.

 

Ein Nutzungskonzept fehlt

Ein stabiler Mietvertrag und Investitionskosten von zwei bis drei Millionen Euro sind erforderlich für eine umfassende Sanierung und Modernisierung des Gebäudes. Noch wichtiger allerdings ist ein dauerhaftes Nutzungskonzept, denn von nur einem Gardeball im Jahr kann die Halle nicht leben. Eine hohe Auslastung zur Finanzierung der Betriebskosten ist bei einer klammen Stadtkasse eine zentrale Voraussetzung.

 

Jörg Schönwetter hat mit seiner Aussage in ein Wespennest gestochen, um dieses wichtige Thema der Stadtentwicklung zu beschleunigen. Das war gut. Die nächsten Wochen werden zeigen, wie es weiter geht, ob das Rathaus ein Konzept für eine kostendeckende Nutzung, einen zustimmungsfähigen Mietvertrag und einen Zwei-Millionen-Scheck des Landes für die Investition vorlegen kann. (Hartmut Bock)

 

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