Jürgen Klemm aus Kirschhofen ist ein verantwortungsvoller Hundehalter und ein engagierter Sozialdemokrat. In jüngster Zeit ist er in der Besuchshundestaffel des Malteser Hilfsdienst e.V. Limburg -Weilburg aktiv und sucht Menschen in den Pflegeheimen, Altenheimen und Wachkomastationen auf. Eine Tätigkeit, die auf große Resonanz stößt.
Zu dem Artikel im Weilburger Tageblatt vom 10.12.2016 hat er einen Leserbrief geschrieben, der im Moment, wegen der anstehenden Kommunalwahl nicht veröffentlicht wird.
Mit Zustimmung des Autors veröffentlichen wir den Text nachfolgend ungekürzt.
Wenn man den Umfragen Glauben schenken darf, würden über 20 Prozent der Deutschen einen Schießbefehl auf Flüchtlinge befürworten, wenn sie deutsches Hoheitsgebiet verletzen. Dies bedeutet im Klartext Tote und furchtbar verletzte Menschen, darunter auch Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere usw. Da sollte einen das Vergiften von Hunden nicht mehr erschüttern. Beides ist verwerflich und kann nur politisch gelöst werden. Petry-“Jünger“ und Brandstifter, speziell aus Bayern, müssen von der Gesellschaft deutlich in die Schranken verwiesen werden.
Wegen den Hunden hat das Stadtparlament im Jahre 2012 einstimmig beschlossen, dass der Magistrat und Verwaltung ein Konzept erarbeiten, wie man anhand der Hundesteuer eine 'verantwortungsvolle Hundehaltung' unterstützen kann. Das heißt, wer viel in eine nachweisbare Hundeerziehung investiert, sollte das auch an der Höhe der Hundesteuer merken. Dass dieses sinnvoll sein kann, durften wir in der WT-Ausgabe vom 10. Februar 2016 von den Trainern des Beselicher Hunde-Sport-Clubs erfahren. Recht haben diese Trainer. Ausbildung für Hundehalter und Hund!
Beschluss ignoriert
Leider wurde der Beschluss des Parlaments ignoriert und bis zum heutigen Tag nicht umgesetzt. Soweit der politische Wille in Weilburg.
Sollte man einen Hundevergifter mal dingfest machen können, hätte ich folgende Vorschläge:
Einige Stunden Trainingsauflagen in einer guten Hundeschule oder Hundesportverein würden sicherlich zur Erkenntnis führen, dass es Alternativen zum Giftköder gibt.
Dazu natürlich noch einige Stunden Assistenz bei einem Tierarzt, damit er auch deutlich mitbekommt, was angerichtet wurde mit Gift, Rasierklingen, Nägeln usw.
Ich persönlich würde diese „Täter“ gerne mit meiner Besuchshundestaffel des Malteser Hilfsdienst e.V. Limburg-Weilburg, in die Pflegeheime, Altenheime und Wachkomastationen hier in unserem Einsatzgebiet mitnehmen. Schnell würde man erkennen, dass ein Hund bei entsprechender Ausbildung ein sehr sozialer Gefährte ist. Gerade im Bereich der Arbeit mit Demenzkranken leistet er unentgeltlich eine wertvolle Arbeit und ist zum Vergiften zu schade.
Hoffentlich wollen die Petry-“Jünger“, wenn sie sich sogar nicht scheuen auf Kinder schießen zu wollen, auch für diese gesellschaftliche Aufgabe nicht die Schießbereitschaft einführen. Dann sollte es auf vergiftete Hunde auch nicht mehr ankommen.
Wie gesagt, die Politik ist verantwortlich dafür, wie die Gesellschaft diese Probleme löst. Hunde werden vergiftet, Menschen zündet man das Dach über den Kopf an. Auf Schutzsuchende soll geschossen werden.