Herzlichen Glückwunsch Norbert Dieth

Veröffentlicht am 20.08.2019 in Fraktion

Norbert Dieth aus Weilburg hat sich viele Jahre für die Entwicklung der Stadt Weilburg eingesetzt.

Norbert Dieth aus Weilburg feiert den 80. Geburtstag.
Ein Beitrag von Heinz-Ulrich Mengel, Braunfels

Die Weilburger Sozialdemokraten gratulieren Norbert – genannt „Nobby“ – zu seinem 80. Geburtstag. Gleichzeitig danken wir ihm für sein über 50-jähriges Engagement auf verschiedenen Ebenen der Partei- und Kommunalpolitik.

Nobby wurde am 20. August 1939 auf einem Hofgut in Niederschlesien geboren. Die Kriegsereignisse verschlugen ihn nach Weilburg. Hier besuchte er die Schule und legte am Gymnasium Philippinum das Abitur ab. Von 1960 bis 1964 studierte er Rechtswissenschaften an den Universitäten Marburg und Mainz. Nach seiner zweiten juristischen Staatsprüfung arbeitete er als Richter an verschiedenen hessischen Gerichten.  Am Amtsgericht Wetzlar war er von 1980 bis 1992 stellvertretender Direktor und von 1992 bis 2004 Direktor dieses Gerichtes.

Hohes Ansehen in der Bevölkerung

In die SPD trat Nobby im Februar 1969 ein. Sicherlich wurde er dazu von seinem Stiefvater, Landrat Alfred Schneider, ermuntert. Seine kommunalpolitische Tätigkeit begann er 1971 als Mitglied des Ortsbeirats Weilburg. Am 28. März 1972 wurde er dann in die Stadtverordnetenversammlung gewählt. Bereits vier Jahre später wählten ihn die Stadtverordneten zu ihrem Vorsteher. Dieses Ehrenamt führte er bis 2001 souverän wie kein Zweiter. Seine Kenntnisse und Fähigkeiten gaben ihm ein hohes Ansehen in der Bevölkerung. In den 25 Jahren als Stadtverordnetenvorsteher verband ihn eine gute Zusammenarbeit mit den vier Weilburger Bürgermeister Rudolf Lehmann, Bodo Abt, Erhard Olschewski und Hans-Peter Schick. Nobby setzte sich in diesem Amt stets für den Ausgleich zwischen den Parteien ein und er schuf dadurch ein gutes Arbeitsklima im Stadtparlament. Im August 1984 formulierte er folgenden Satz: „Ungeachtet aller sachlichen Meinungsverschiedenheiten sollten alle Fraktionen des Parlaments immer um ein gedeihliches Zusammenwirken zum Wohle aller Bürger bemüht sein.“ Genau dieser Satz zeigt seine Leitlinie auf. Die immer wieder gelungene Umsetzung dieser Ziele machten ihn zu einem engagierten Anwalt des Weilburger Stadtparlaments.

2001 zog sich Nobby aus der Kommunalpolitik zurück. Damals schrieb er: „Da in meinem Alter die beruflichen Belastungen und die zukünftig zu erwartenden Verpflichtungen in den städtischen Gremien nicht mehr so miteinander zu verbinden sind, dass keine der beiden Bereiche darunter leidet, bleibt mir keine andere Wahl, als auf die Kommunalpolitik in der Zukunft zu verzichten.“ Und weiter schrieb er: „Ich habe jedoch nicht die Absicht, mich völlig aus dem öffentlichen Leben der Stadt Weilburg zurückzuziehen und werde mich auch weiterhin um die Belange der Stadt kümmern.“Genau das tat er. Denn bei den Kommunalwahlen 2006 trat er nochmals an. Nobby war danach fünf Jahre lang Stadtrat im Magistrat und anschließend nochmals fünf Jahre Mitglied der Stadtverordnetenversammlung. 2016 schied er nach 45 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeiten aus dem „aktiven politischen Geschäft“ aus.

Der "Weilburger Abend"

In seiner Zeit als Stadtverordnetenvorsteher wurden für unsere Stadt wegweisende Entscheidungen gefällt, an denen er maßgeblich beteiligt war. Da ist zum einen das Großprojekt „Teilortsumgehung Weilburg“ zu nennen. Hier hat Nobby viel Zeit und Kraft investiert (und das auch trotz einiger massiver Anfeindungen). Aber auch für den Ausbau der B 49 setzte er sich leidenschaftlich ein. So war er von 2005 bis 2018 Vorsitzender der Interessengemeinschaft „Pro B 49“. Die Tatsache, dass diese Bundesstraße im  Oberlahnbereich mittlerweile vierspurig ausgebaut ist, ist auch auf seine Bemühungen zurückzuführen. Zum andern wird sein Name immer mit dem „Weilburger Abend“ in Erinnerung gebracht werden. 1993 von ihm ins Leben gerufen, ist er noch immer fester Bestandteil des kulturellen Lebens unserer Stadt. Hier treffen sich bis heute Vertreter aus Politik und Wirtschaft, aus Kunst und Kultur und aus Bildung und Gesellschaft in der Oberen Orangerie.

Für seine ehrenamtlichen Tätigkeiten hat Norbert Dieth zahlreiche Ehrenbriefe und Ehrenmedaillen überreicht bekommen. Die größte Ehrung jedoch erhielt er 1996 mit der Verleihung des Verdienstordens am Bande der Bundesrepublik Deutschland.

Wenn man in wenigen Zeilen das Leben von Norbert Dieth darstellen will, so darf man keinesfalls seine sportlichen Qualitäten vergessen. Der Mannschaftssportler startete Anfang der 50iger-Jahre in der Tischtennisabteilung des Weilburger Fußballvereins seine sportliche Karriere. Nobby gehörte zu der Mannschaft, die 1966 aus der Gruppenliga in die Landesliga aufstieg. Bis Mitte der 70er Jahre spielte er aktiv Tischtennis, bevor er dann zum Tennis nach Wetzlar wechselte. Auch dort spielte er erfolgreich in verschiedenen Seniorenmannschaften.

Lieber Nobby,

80 Jahre liegen hinter dir. Ein Leben in dem du vieles geleistet und geschaffen hast. Darauf solltest du unbedingt stolz sein. Wir wissen und erinnern uns aber auch an die Schicksalsschläge, die du erlitten hast.  Dabei haben wir dich stets bewundert, wie du damit umgegangen bist. Die Weilburger Sozialdemokraten wünschen dir noch viele angenehme und ungetrübte Jahre, um deinen Hobbies – Reisen und Tennis – nachgehen zu können.

Herzlichen Glückwunsch und alles Gute, Glück und Gesundheit wünschen dir deine Parteifreunde.

(hum)

 
 

MdL Tobias Eckert