Hartmut Bock (li) und Karl-Peter Wirth (re): Die SPD ist in Weilburg in allen Stadtteilen dabei Die Weilburger Sozialdemokraten sind in allen Stadtteilen mit Wahlvorschlägen für die Ortsbeiräte und auf Stadtebene mit einer Liste für das Stadtparlament vertreten.
Damit liegen insgesamt zwölf Kandidatenlisten beim städtischen Wahlamt vor. Dies war nach Aussagen des Ortsvereinsvorsitzenden Karl-Peter Wirth und des Fraktionsvorsitzenden im Stadtparlament, Hartmut Bock, ein organisatorischer Kraftakt, der mit einer punktgenauen Landung gelungen ist. Dabei war nach Einschätzung der beiden SPD-Politiker dieses Ziel schwerer zu erreichen als noch vor fünf Jahren, weil die Bereitschaft auf örtlicher Ebene aktiv zu werden zurückgegangen ist. Oft werden hohe berufliche Belastungen oder viele andere ehrenamtliche Aktivitäten als Ursachen genannt.
Undankbare "Knautschzone"
Auch die Rolle des Ortsbeirats als „Knautschzone“ zwischen den Bürgern vor Ort und der städtischen Verwaltung gestaltet sich immer schwieriger. Hohe Erwartungen an die Dienstleistungen der Stadt werden oft nicht erfüllt und der Zorn der örtlichen Bevölkerung richtet sich dann gegen den Ortsbeirat. Motivationsfördernd ist das nicht, so die Sozialdemokraten und deswegen muss sich hier einiges ändern, damit neues Vertrauen entsteht.
Lob für das Wahlamt
Ein großes Lob gab es von Karl-Peter Wirth und Hartmut Bock für die Zusammenarbeit mit dem städtischen Wahlamt. Die zuständige Leiterin, Frau Martina Mehl, hat kompetent und hilfsbereit bei allen Fragen Antworten und Hilfestellung gegeben.
Neue Aufgaben
Die Ortsbeiräte sind nach dem Willen der Weilburger Sozialdemokraten ein wichtiges Organ, mit dem Selbstbestimmung und Aktivitäten auf örtlicher Ebene angeregt werden. Doch Rolle und Aufgaben sind für die Zukunft neu zu beschreiben. Vor Ort gibt es viele neue Handlungsfelder im sozialen und kulturellen Bereich, in denen die Stadtteilparlamente aktiv werden können. Dies kann die Unterstützung der örtlichen Jugend bei der Schaffung eines Jugendraums sein oder auch eine Initiative zu Gunsten älterer Menschen, die nicht mehr mobil sind und für die täglichen Besorgungen oder den Einkauf von Lebensmitteln auf fremde Hilfe angewiesen sind, da die Geschäfte in Wohnungsnähe fehlen. (bk)
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