Ortsbeirat Kubach: Neue Wege und Ideen

Veröffentlicht am 27.03.2012 in Stadtteil

Matthias Ahäuser (li) und Ortsvorsteherin Jacqueline Würz wollen ein soziales Netzwerk für Kubach aufbauen

Sind die Erfolge des „Sozialen Netzwerkes Dehrn“ auch auf Weilburg übertragbar?

Diese Frage war Gegenstand einer Informationsveranstaltung des Kubacher Ortsbeirats, die von dem Ortsbeiratsmitglied Matthias Ahäuser und von Ortsvorsteherin Jacqueline Würz gemeinsam moderiert wurde. Eingeladen waren Vertreter der Dehrner Familien- und Altenhilfe, auch kurz DeFA genannt, die das Projekt vorstellten und über die Arbeit berichteten. Der dortige Organisator Werner Kuhl und die Gemeindereferentin der Katholischen Kirche, Sylvia Zernig informierten über eine breite Palette von Hilfsdiensten, die von der Initiative, die im Kern aus zwölf Personen besteht, angeboten werden.

Hilfe in allen Lebenslagen

Dazu zählt die Unterstützung hilfsbedürftiger Personen beim Einkaufen, beim Spazieren gehen, bei Behördengängen und Arztbesuchen. Auch die Entlastung von Helfern oder Familienangehörigen, die Familienangehörige pflegen wird angeboten und gerne angenommen. Hilfe gibt es auch bei der Kinderbetreuung für junge Familien oder Alleinerziehende, die kurzzeitig auf eine Dienstleistung angewiesen sind. Nach Darstellung von Werner Kuhl wird kein Konkurrenzangebot zu vorhandenen Organisationen oder zu professionellen Dienstleistern wie ambulanten Pflegediensten aufgebaut.

Qualifizierte Vorbereitung

Eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen des sozialen Netzwerkes war die gründliche Vorbereitung und der Organisationsaufbau. Die Katholische Kirchengemeinde Dehrn ist der Träger der Einrichtung, die ihre Leistungen aber überkonfessionell anbietet. Eine intensive Schulung und Qualifizierung die fast ein Jahr gedauert hat und die Klärung wichtiger rechtlicher Fragen, war eine Grundlage für den erfolgreichen Start des Zwölf-Personen-Teams.

Bedarf auch in Kubach

In der sich anschließenden Diskussion der von rund 40 Personen besuchten Veranstaltung zeigte sich sehr schnell der Bedarf für ein freiwilliges Hilfsangebot auch für Kubach. Die Nachfrage nach kleineren Dienstleistungen und wichtigen Handreichengen ist gegeben, bestätigte Susanne Schliffer, die bereits jetzt kleinere Aufgaben im Rahmen der Nachbarschaftshilfe erledigt. Ortsvorsteherin Jacqueline Würz will deswegen den Aufbau eines vergleichbaren Netzwerkes auch für Kubach auf der Tagesordnung lassen. Dazu wird eine weitere Veranstaltung zur Klärung von organisatorischen und rechtlichen Fragen folgen. Voraussetzung ist eine stabile Anzahl von freiwilligen Helferinnen und Helfern, die zur Mitarbeit bereit sind.

Ideen und neue Konzepte sind gefragt

Der Ortsbeirat beschreitet mit dieser Initiative neue Wege der dörflichen und Generationen übergreifenden Arbeit. Dabei stehen die soziale Versorgung des Ortes und ein funktionierendes Zusammenleben im Mittelpunkt, da sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten viel verändert hat. Lebensmittelgeschäft, Bank, Post und medizinische Versorgung haben sich aus Dörfern zurück gezogen. Zurück bleiben insbesondere ältere Menschen, die sich in der direkten Umgebung nicht mehr versorgen können. Ideen und neue Konzepte sind gefragt, so Jacqueline Würz. (bk)

 
 

Unser Landtagsabgeordneter Tobias Eckert

 

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