SPD-Fachtagung "Arbeit und Gerechtigkeit"

Veröffentlicht am 21.03.2012 in Landkreis

MdL Wolfgang Decker

Die SPD Limburg-Weilburg lädt zu einer Fachtagung unter dem Titel „Arbeit und Gerechtigkeit“ ein.

Die Veranstaltung findet am Samstag, 24. März 2012 um 10 Uhr im Bürgerhaus Weilburg-Hasselbach statt.

Nach einer Einführung durch den arbeitsmarktpolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Wolfgang Decker werden in Arbeitsgruppen verschiedene Aspekte der Thematik beleuchtet und diskutiert. Die Arbeitsgemeinschaft 60 Plus betreut das Thema Altersarmut, das vielfältige Gesichter und Gründe hat. Einerseits gehen mehr Beschäftige vorzeitig in den Altersruhestand und nehmen dabei z.T. große Abschläge hin, und andererseits ist selbst die Rente mit 67 kein Garant für sichere Renten.

Die Zunahme prekärer Beschäftigungsverhältnisse (400-Euro-Jobs, Leiharbeit, Teilzeitarbeit), eine hohe Zahl Arbeitsloser und niedrige Lohneinkommen führen dazu, dass viele Arbeitnehmer nicht mehr in der Lage sind, ausreichende Rentenansprüche aufzubauen. In dieser Arbeitsgruppe werden die Auswirkungen diese Entwicklungen auf die Bevölkerung in unserem Kreis untersucht, um gemeinsam Lösungsansätze zu finden. Als Referent steht Dr. Hans-Joachim Schabedoth von der IG-Metall zur Verfügung.

Die Jusos konzentrierten sich
auf den Bereich Mobilität und Arbeit. Auf der einen Seite schafft Mobilität Arbeitsplätze durch die Bereitstellung der Infrastruktur und ist ein Zukunftsthema, weil neue Technologien wie z.B. das Elektroauto gefordert sind, auf der anderen Seite sorgt Mobilität dafür, dass Menschen zur Arbeit gelangen und auch am sozialen Leben teilhaben können. Diesen Zusammenhang auszuleuchten und dazu eine politische Standortbestimmung vorzunehmen, ist Ziel dieser Arbeitsgruppe. Dabei soll die Bedeutung des Themas am Beispiel des Kreises Limburg-Weilburg aufgezeigt, das Konzept der sanften Mobilität als Gegensatz zur konventionellen Verkehrspolitik eingeführt und letztendlich konkrete Aspekte wie Sozial- bzw. Jobticket diskutiert werden.

Am Ende soll dann ein Fahrplan stehen
, wie es mit den angeschnittenen Themen weitergehen kann. Christian Radkovsky wird als Referent in das Thema einführen.

Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen hat prekäre Beschäftigungs-verhältnisse, d.h. 400 Euro-Jobs, Leiharbeit, Teilzeitarbeit als Themenschwerpunkt gewählt. In der Zeit, in der wir heute leben, stellen sich die Lebensläufe der Menschen wesentlich anders dar, als dies noch vor rund 40 Jahren der Fall gewesen ist. Die Arbeitsverhältnisse sowie auch die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen haben sich grundlegend verändert.

Der Strukturwandel im Beschäftigungssystem wirkt sich negativ auf die sozialen Sicherungssysteme aus. Frauen sind davon in einem besonderen Maß betroffen, denn sinkende Renten und höhere Scheidungsraten haben das althergebrachte männliche Versorgermodell ins Wanken gebracht. Als Referentin wird Ute Fritzel vom DGB in das Thema einführen. Es sollen die vielen Formen atypischer Beschäftigungen, die dem Oberbegriff „prekär“ zuzuordnen sind, betrachtet werden und die Zusammenhänge zwischen atypischen Beschäftigungsformen und bestimmten Bevölkerungsgruppen aufgezeigt werden. Anschließend soll über deren Auswirkungen auf die Sozialversicherungssysteme diskutiert werden.

Im Anschluss werden die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen im Plenum zusammengefasst.
(Quelle: SPD-Unterbezirk Limburg-Weilburg)

 
 

Unser Landtagsabgeordneter Tobias Eckert

 

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