Rathausterrassen? Plötzlich wird die Innenstadt als Thema entdeckt

Veröffentlicht am 24.02.2011 in Stadtpolitik

Eine neue planerische Großbaustelle entsteht.

Stehen die Rathausterrassen in Weilburg vor dem „Aus“? Diese Vermutung drängt sich nach der Berichterstattung des Weilburger Tageblattes vom 23. Februar 2011 auf.

Mit großem Aktionismus werden von dem Weilburger Bürgermeister Initiativen zur Entwicklung der Innenstadt mit der Einrichtung einer planerischen Großbaustelle angekündigt. Vor einigen Wochen hörte sich das aus dem Rathaus noch vollständig anders an. Alles war gut: Die Investorensuche für die Rathausterrassen. Die Stadtsanierung im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms. Große Reisen zur Expo Real in München wurden inszeniert, doch die Erfolge fehlen bisher. Die Bewertung des SPD-Fraktionsvorsitzenden Hartmut Bock, der vor „Stadtblindheit“ warnte, wurde brüsk zurück gewiesen.

SPD-Wahlprogramm bringt Schwung in die Diskussion

Interessant ist auch die zeitliche Nähe zur Vorlage des SPD-Wahlprogramms 2011 bis 2016. Hierin wird mehr Schwung in der Stadtentwicklung gefordert. Mehr Engagement für die Ortskerne und die Innenstadt. Für die Rathausterrassen ist ein Schluss der Debatte das Ziel. Taten statt lange Diskussionen, so die SPD-Position. Das Rathaus ist hier eindeutig in der Defensive.

Schlagzeilenpolitik

Jetzt plötzlich liegen die Themen auf dem Tisch, Leerstände und das Warten auf den Investor werden als Problem benannt und bis zum 15. August sollen Lösungen gefunden werden. Das ist purer Aktionismus, der die Wähler vor der Kommunalwahl und der Bürgermeisterwahl von den Defiziten in der Stadtentwicklung ablenken soll. Das Muster ist immer gleich. Am Anfang steht die dicke Schlagzeile. Und am Ende verläuft alles im Sande. Qualitätsvolle Stadtentwicklung sieht anders aus. Gute Planungen und ein langer Atem sind gefragt. Schnelle Erfolge gibt es kaum und Rückschläge sind zu verkraften. Warum wird jetzt kein konstruktiver Neuanfang gesucht?

Die Sozialdemokraten helfen gerne mit

Ein Neuanfang erfordert aber auch eine ehrliche Standortbestimmung. Dabei ist Weilburg keine Besonderheit. In vielen Städten wurde die Entwicklung auf der „grünen Wiese“ voran getrieben. Die großen Supermarktketten sahen das gerne. Damit gab es freie Bahn für einen ruinösen Wettbewerb im Einzelhandel. Die Innenstädte wurden leer geräumt. Die Kosten für die Reparaturarbeiten trägt jetzt der Steuerzahler.

Die Weilburger Sozialdemokraten bringen sich gerne konstruktiv in das weitere Verfahren ein. Nicht die Rathausterrassen oder das Galerie-Modell dürfen im Mittelpunkt stehen. Viele kleine Einzelschritte sind gefragt. Frau Birgitt Wachs von der GMA in Köln, die Erstellerin des Einzelhandelskonzepts hat bei der Vorstellung im Rahmen einer Bürgerversammlung darauf hin gewiesen. Damit entwickelt sich dann auch der Nährboden für eine große Lösung zur Stärkung der Innenstadt.

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Beiträge der SPD-Weilburg zur Innenstadtentwicklung:

29.10.2010 - Weilburg: Ein Jahr Einzelhandelskonzept - was ist bisher geschehen?

24.11.2010 - Altstadtsanierung: Hartmut Bock fragt nach der Mitverantwortung des Sanierungstreuhänders

9.1.2011 Stadtsanierung Weilburg - ..... mehr als tausend Worte

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Ein Beitrag des SPD-Fraktionsvorsitzenden Hartmut Bock

 
 

Unser Landtagsabgeordneter Tobias Eckert

 

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