SPD und Grüne wollen ein neues Friedhofskonzept für Weilburg

Veröffentlicht am 17.03.2012 in Fraktion

Christian Radkovsky und Wilhelm-Friedrich Grote setzen sich für ein neues zeitgemäßes Friedhofskonzept ein

Die Friedhöfe in Weilburg sind ins Gerede gekommen. Steigende Kosten für die Stadt und höhere Gebühren für die Nutzer.

Gleichzeitig erfolgt eine Veränderung des Bedarfs mit einem sprunghaften Anstieg von Feuerbestattungen, damit verbunden weniger Erdbestattungen und eine Zunahme anonymer Beerdigungen oder anderer alternativer Bestattungsformen.

Antrag im Stadtparlament

Die Weilburger Grünen und die SPD, die im Stadtparlament zusammen arbeiten, wollen das Angebot verbessern und sehen hier Handlungsbedarf. Mit einem gemeinsamen Antrag in der letzten Stadtverordnetensitzung wurde der Magistrat der Stadt Weilburg beauftragt, für die Friedhöfe im Stadtgebiet ein Nutzungs- und Gestaltungskonzept zu entwickeln, welches sich am zeitgemäßen Bedarf und heutigen Nutzungsansprüchen orientiert. Die Ortsbeiräte sind dabei zu beteiligen.

Ein Friedwald für Weilburg?

Drei Punkte stehen im Mittelpunkt. Dazu gehört die Schaffung eines neuen Angebots für derzeit nachgefragte Bestattungsformen und gleichzeitig die Beibehaltung der bisherigen Bestattungskultur. Dabei sollen neue Formen wie Naturbestattungen oder die Schaffung eines Friedwalds oder eines Friedparks in die Überlegungen einbezogen werden. Auch die Ansprüche unterschiedlicher Kulturkreise und Nationen, die in Weilburg wohnen, sind zu berücksichtigen. Zum Antrag gehört auch die Neuordnung und Gestaltung der Friedhofsflächen mit einem Nebeneinander von Bestattungsflächen und schlichten, würdevollen Grünanlagen.

Angebot an den Bedarf anpassen

Nach Ansicht der beiden Fraktionschefs Wilhelm-Friedrich Grote (Bündnis 90 Grüne) und Christian Radkovsky (SPD) reicht das jetzige Angebot für die geänderten Ansprüche nicht mehr aus. Es gibt eine Nachfrage nach Feuerbestattungen mit Urnengräbern oder auch Urnenwänden. Zusätzlich leben hier immer mehr Menschen aus anderen Kulturkreisen, die eigene Bestattungsrituale und Bestattungsforen haben, die zu achten sind. Auf dem Friedhofsgelände entstehen immer mehr ungenutzte und ungeordnete Freiflächen, die das Erscheinungsbild negativ beeinträchtigen und gleichzeitig einen hohen Unterhaltungsaufwand erfordern. Friedhöfe sollen auch als wichtige städtische und dörfliche Grünanlage gestaltet werden, die zum Aufenthalt und zur Besinnung einladen. Gerade im Sommer treffen sich hier in der Abendzeit viele Menschen zum Gespräch und zum Gedenken.

Auch die Kosten sind wichtig

Zusätzlich spielen Kostengesichtspunkte eine wichtige Rolle. Eine schlichte Gestaltung, einfache Pflege und ein würdevolles Aussehen sind wichtig. Ziel des Antrages ist daher die Schaffung eines zeitgemäßen Bestattungsangebots, die grünordnerische Aufwertung der Friedhofsflächen und das Senken der Kosten für Pflege und Instandhaltung, so die beiden Fraktionsvorsitzenden Grote und Radkovsky. (bk)

 
 

Unser Landtagsabgeordneter Tobias Eckert

 

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