SPD und Grüne wollen Energiewende für Weilburg

Veröffentlicht am 29.10.2011 in Stadtpolitik

Helmut Jung informiert Weilburger Stadtpolitiker über den Nutzen alternativer Energien

Die Energiewende in Weilburg vorbereiten, dies war das Ziel einer gemeinsamen Arbeitssitzung der Stadtverordnetenfraktionen von SPD und Grünen des Weilburger Stadtparlaments.

Dazu konnte der Fraktionsvorsitzende Christian Radkovsky den Ersten Kreisbeigeordneten Helmut Jung begrüßen, der zwischenzeitlich auf Kreisebene als "Energiepapst" unterwegs ist und in vielen Veranstaltungen auf die großen Chancen erneuerbarer Energien hinweist. Die Vorteile liegen dabei nicht nur im Ausstieg aus dem Atomstrom, der mittlerweile auf Bundesebene zwischen allen politischen Gruppierungen Konsens ist. Der Nutzen für die Städte und Gemeinden besteht in der hohen Wertschöpfung, die der Region zu Gute kommt. Arbeitsplätze, Gewerbesteuer und Pachteinnahmen bessern die klamme Stadtkasse kräftig auf.

Bedeutendste Innovation seit der Erfindung Dampfmaschine

Helmut Jung präsentierte den Weilburger Kommunalpolitikern eindrucksvolle Zahlen über Energieressourcen, die auf Stadtebene genutzt werden können. Rund 20 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Weilburg könnten Energie für Biogasanlagen liefern und das ohne Nachteile für die Produktion von Nahrungsmitteln. In Weilburg ist bereits eine Anlage im Betrieb, die das vorhandene Potenzial fast vollständig ausnutzt, elektrische Energie in das vorhandene Stromnetz einleitet und Wärme an die Gagernschule am Windhof liefert.

Grundlage und Anreiz dafür ist das Energieeinspeisegesetz (EEG), das eine feste und langfristige Vergütung für die Erzeugung erneuerbarer Energie garantiert. Die "bedeutendste Innovation seit der Erfindung Dampfmaschine", so bewertete Helmut Jung das Gesetzeswerk. Allein im Jahre 2010 wurde in Weilburg für alle Energieeinleitungen aus Wasserkraft, Biomasse, Wind und Sonne eine Ausschüttung von zirka 1,5 Millionen Euro gezahlt. Eine beträchtliche Summe, wie die Gesprächsteilnehmer feststellen.

Neue Technik macht Windenergie noch interessanter

Noch bessere Potenziale sieht Helmut Jung in der Nutzung der Windenergie, die größere Möglichkeiten für die heimische Region bietet. Neue technische Entwicklungen, größere Anlagen und eine bessere Windausnutzung führen neuerdings zu einer größeren Energieausbeute. Derzeit seien Anlagen mit einer Leistung von über vier Megawatt auf dem Markt. Dazu werden zwischenzeitlich auf Landesebene neue Regelungen überlegt, nach denen zwei Prozent der Stadtfläche als Vorrangfläche für Windenergie ausgewiesen werden sollen. Hier gibt es im Stadtgebiet von Weilburg noch einen hohen Nachholbedarf, der nach Ansicht der Stadtpolitiker möglichst schnell genutzt werden soll.

Christian Radkovsky und Wilhelm-Friedrich Grote brachten die Diskussion zum Schluss auf den Punkt: In Weilburg gibt es noch ein großes Potenzial, das es zu nutzen gilt.(bk)

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