
Von li.: Elke Rehwald-Stahl und Renate Röhrig erhalten von Heinz-Günther Mandler ein kleines Dankeschön
Der Weltladen in Weilburg ist ein besonderes Geschäft, denn es geht um mehr als nur um das Einkaufen.

Der Weltladen in Weilburg ist ein besonderes Geschäft, denn es geht um mehr als nur um das Einkaufen.
In einer Informationsveranstaltung der Kubacher Sozialdemokraten stellen Elke Rehwald-Stahl und Renate Röhrig vom Vorstand des Trägervereins das interessante Projekt vor. Dabei geht es nicht nur um den Verkauf der Produkte, so die beiden Referentinnen. Auf drei Säulen ist die Arbeit des Weltladens in Weilburg aufgebaut.
Der Weltladen in Weilburg arbeitet erfolgreich
Schwerpunkt ist der Handel mit fairen Produkten, die von kleinbäuerlichen Betrieben, von Genossenschaften oder kleineren Händlern stammen, die dafür auch einen gerechten Lohn erhalten und damit ihre Lebensbedingungen verbessern können. Dazu kommt eine umfangreiche Informations- und Bildungsarbeit, in der die ungerechten Strukturen des globalen Handels dargestellt werden, bei denen die Produzenten in den Herkunftsländern und die Arbeiterinnen und Arbeiter in den Plantagen nur einen sehr geringen Anteil des Verkaufserlöses erhalten. Die Organisation von politischen Kampagnen ist die dritte Säule der Arbeit. Ziel ist die Sensibilisierung von Bevölkerung und Kunden, damit beim Einkaufen sehr bewusst die nachhaltigen Produkte im Warenkorb landen.
Der Weltladen in Weilburg arbeitet auf dieser Grundlage erfolgreich, so Elke Rehwald-Stahl, ein engagiertes Team und eine gute Lage tragen zu den steigenden Umsätzen bei.
Billig einkaufen wird anderswo teuer bezahlt.
Das Konsumverhalten, die Trends zum Interneteinkauf, die deutsche Discountermentalität, die Zentralisierung im Handel und die Verlagerung an den Stadtrand waren Punkte, die anschließend die lebendige Diskussion bestimmten. Billiges Einkaufen wird anderswo teuer bezahlt, so die Referentinnen, weil damit Strukturen in den Erzeugerländern und bei uns zerstört werden. Auch die Stadt Weilburg mit den Verlagerungen nach außen wurde als Beispiel genannt.
Ein Liebestrank zum Abschluss
Einen besonderen Leckerbissen gab es zum Abschluss der Veranstaltung, nachdem Renate Röhrig über den Werdegang einer Kakaobohne, hergestellt in kleinbäuerlicher Produktion in Afrika bis zum fertigen Kakaopulver berichtet hatte. Serviert wurde ein feuriger „Liebestrank“ aus Kakao mit vielen exotischen Zutaten, der Begeisterung bei den Besucherinnen und Besuchern auslöste. Deswegen gab es auch zum Abschluss von dem örtlichen SPD-Vorsitzenden Heinz-Günther Mandler ein dickes Dankeschön und ein Präsent für die Referentinnen.(bk)