Zwölf Monate nach Fukushima - Die Energiewende in Weilburg

Veröffentlicht am 11.03.2012 in Stadtpolitik

Bäume wachsen nicht in den Himmel - Windräder doch (Foto: Pixelio.de)

Die Energiewende ist endgültig in Weilburg angekommen. In der TAGEBLATT-Ausgabe vom 10. März 2012 unter dem Titel „Eine Chance für Windräder“ wird über die „Meinungswende“ der städtischen Führungskräfte mit dem Geschäftsführer der Stadtwerke Jörg Korschinsky und Bürgermeister Hans-Peter Schick berichtet.

Danach gibt es die Bereitschaft zur Sicherung der regionalen Energieerzeugung künftig auch die Windenergie zu nutzen. Lange Zeit sah das anders aus. Aus Gründen des Landschaftsschutzes wurden hohe Masten in der heimischen Region abgelehnt.

SPD hat schon früh auf alternative Energien gesetzt

Die Weilburger Sozialdemokraten haben lange vor der Atomkatastrophe von Fukushima in ihrem Wahlprogramm zur Kommunalwahl das Thema aufgegriffen und auf eine regionale Energieerzeugung gesetzt. Impulse dazu kamen von dem Ersten Kreisbeigeordneten Helmut Jung, der seit Jahren auf die Chancen für Kommunen durch selbst erzeugte Energie hinweist, wie dies bereits einige Gemeinden in Deutschland erfolgreich praktizieren. Auch die Zusammenarbeit zwischen SPD und Grünen wird von diesem Thema beflügelt. Ein gemeinsamer Antrag im Stadtparlament zur Erstellung eines Energiekonzepts fordert Stadt und Stadtwerke auf, künftig stärker heimische Energie zu nutzen.

Der öffentliche Druck schaffte die Energiewende

Eine neue Dynamik gab es allerdings durch die Katastrophe in Japan am 11. März 2011. Die Bundesregierung, die noch kurz vorher ein Loblied auf den Atomstrom gesungen hat, gab dem öffentlichen Druck nach und läutete die Energiewende in Deutschland ein. Auch die Hessische Landesregierung konnte sich nicht zurückhalten, schaltete die umstrittenen Atomkraftwerke in Biblis ab und forcierte alternative Energieerzeugung. Dabei wurde sehr früh das Windenergiepotential erkannt und die Kommunen über die Vorgaben zur Landesplanung verpflichtet "Vorrangflächen für Windenergie" auszuweisen. Das Rathaus in Weilburg hatte keine Chance, sich diesem landesweiten Trend zu widersetzen. Exakt ein Jahr nach der Katastrophe von Japan ist damit die Wende auch bei uns angekommen.

Ein Lob für den Bürgermeister

„Es ist nie zu spät und selten zu früh.“ So lautet eine alte Redensart. Weilburg hat jetzt die Chance aktiv auf alternative Energien zu setzen, um damit eine Sicherung der Stromversorgung ohne Atomstrom zu erreichen. Gleichzeitig bietet sich die Chance, damit auch noch die Stadtkasse zu füllen. Die Verantwortlichen der Stadt, an der Spitze der Bürgermeister haben dafür ein Lob verdient.

Wir dürfen keine Zeit verlieren

Doch die Zeit drängt. Während in der Nachbarkommune Solms bereits ein Solarpark läuft, stehen wir noch am Anfang. Das vom Parlament beauftragte „Energiekonzept“ ist zügig durch ein qualifiziertes Büro zu erstellen, um danach die ersten Umsetzungsschritte einzuleiten.

Ein Beitrag von Hartmut Bock, Vorsitzender des Ausschusses Bauen, Umwelt, Energie und Verkehr

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Unser Landtagsabgeordneter Tobias Eckert

 

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