Der lange Weg zum Frauenwahlrecht

Veröffentlicht am 29.10.2018 in Allgemein

Frauen geht wählen - so der Aufruf des Arbeitskreises sozialdemokratischer Frauen.

2018 – Wir sind zu wenige – wir wollen 50 Prozent

Seit 100 Jahren können Frauen in Deutschland wählen und gewählt werden. Das Stimmrecht ist Grundlage für die Gleichberechtigung und politische Teilhabe von Frauen. Der Arbeitskreis sozialdemokratischer Frauen machte dies zum Thema der Jahresveranstaltung „Frauen im ländlichen Raum“. Mit dem Stummfilm „Die Suffragette“ konnte der Zeitgeist des Geschlechterbildes der Jahrhundertwende nachempfunden werden.

In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass Frauen auch heute in gesellschaftlichen Führungspositionen, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik nach wie vor unterrepräsentiert und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nur Wunsch aber nicht Realität ist.

Kommunalebene

  • 25 Prozent Frauen in kommunalen Vertretungen

  • 10 Prozent Bürgermeisterinnen

Landesebene

  • 30 Prozent Frauen in Landtagen

  • Drei Ministerpräsidentinnen

Bundesebene

  • 31Prozent weibliche Abgeordnete

  • Sieben Prozent weniger als im letzten Bundestag

(Zahlen aus www.frauen-macht-politik.de/infothek.html)

Das Frauenwahlrecht musste von den Frauen ersehnt, eingefordert und erkämpft werden und sich gegen viele Vorurteile von Männern und Frauen durchsetzen. Um die Rechte und Ansprüche gesetzlich zu verankern, waren von Beginn an sozialdemokratische Frauen wie Marie Juchacz die als erste in einem Parlament gesprochen hat, Clara Zetkin die auf der Straße kämpfte und später Elisabeth Selbert eine der Mütter des Grundgesetzes, im Einsatz.

Überparteiliche Netzwerkarbeit

Hier wurde von Theda Ockenga, der Vorsitzenden der AsF in Limburg-Weilburg, Vicktoria Spiegelberg-Kamens als würdige und zielstrebige Nachfolgerin für Frauenrechte, Chancengleichheit und Lohngerechtigkeit begrüßt. Ockenga lobte auch die überparteiische Netzwerkarbeit die über das Frauenbüro organisiert wird. Hier geht es um Frauen in der Kommunalpolitik die sich austauschen um Themen besser durchzubringen und ihre Positionen zu stärken. Der Weg ist das Ziel, ja, aber er dauert viel zu lange um die politische Partizipation gleichberechtigt zu erleben, sind sich alle Frauen einig.

Während der Diskussion um die Quotenregelung forderte Jacqueline Würz, stellvertretende Vorsitzende, dass die Frauen ihre aktiven und passiven Rechte auf Teilhabe an der Politik auch ausführen. Frauen sollen sich trauen in der Kommunalpolitik, erstmal, eine Funktion zu übernehmen. Aber vor allem sollen sie sich ein Vorbild an den Frauen vor 100 Jahren nehmen – da lag deren Wahlbeteiligung bei 82% und heute?

Am Ende der Veranstaltung waren sich die Frauen und Männer einig, dass die Aussage von Emmeline Pankhurst „Frauen sind erst dann erfolgreich, wenn niemand mehr überrascht ist, dass sie erfolgreich sind.“ auch heute, 100 Jahre danach, leider an Wichtigkeit nicht verloren hat.

Quelle: www.spd-limburg-weilburg.de

 
 

MdL Tobias Eckert