Jusos: Eine Mehrheit für Koalitionsvertrag und eine neue Vorsitzende

Veröffentlicht am 04.12.2013 in Jusos

Viktoria Kamens (5 v. r.) und der neue Vorstand der Jusos im Kreis Limburg-Weilburg

Viktoria Kamens aus Limburg ist die neue Juso-Chefin. Im Bad Camberger Kurhaus haben die Jusos Limburg Weilburg eine neue Vorsitzende gewählt und über die Entwicklung auf Bundesebene diskutiert. 

 

Limburg-Weilburg. Im Bad Camberger Kurhaus haben die Jusos Limburg Weilburg auf Ihrer jährlichen Mitgliederversammlung Viktoria Kamens einstimmig zu Ihrer neuen Vorsitzenden gewählt. Neben der Vorstandswahl wurde auch über den Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD im Bund gesprochen und ein Stimmungsbild ermittelt.

Einen umfangreichen Bericht über die Projekte und Aktionen der Kreis-Jusos Limburg-Weilburg gab der scheidende Vorsitzenden Sebastian Lindner auf der Mitgliederversammlung. Neben den Aktionen zur Land- und Bundestagswahl hatten die Jusos 2013 auch einige gesellige Aktivitäten im Programm, wie ein Zeltlager in Odersbach oder eine Radtour nach Berlin. Lindner hat die Jusos im Kreis zwei Jahre lang geführt. Ihm wurde viel Dank für seine geleistete Arbeit ausgesprochen, auch vom extra angereisten Bezirksvorstand der Jusos Hessen-Süd.

Alle Regionen des Kreises vertreten

Lindner trat nicht mehr für eine weitere Amtszeit an, daher wurde bei den anschließenden Vorstandswahlen Viktoria Kamens aus Limburg als neue Vorsitzende gewählt. Als neue Stellvertreter fungieren Jonas Göpfer (AG Südkreis), Christian Spiegelberg (AG Limburg), Jan Kramer (AG Oberlahn) und Florian Mohri (AG Westerwald), womit alle Regionen des Kreises im neuen Vorstand vertreten sind. Sebastian Lindner wird zukünftig als Kassierer die Finanzen der Jusos verwalten und die Protokolle werden vom neuen Schriftführer Paul Ruttmann geschrieben. Weiterhin wurden als Beisitzer für den Vorstand Alicia Bokler, Michael Schramm, Aylin Tas, Marius Schäfer, Marco Dette und Meysam Eh gewählt. „Wir wollen transparent arbeiten und alle auf dem Weg der Entscheidungsfindung mitnehmen“, erklärte Kamens nach Ihrer Wahl.

Ja zum Koalitionsvertrag

Daneben haben sich die Mitglieder der Jusos auch mit dem Mitgliedervotum der SPD zum Koalitionsvertrag befasst. Große Einigkeit gab es über die Einschätzung, dass mit dem Mitgliedervotum eine neue Qualität an Beteiligung und innerparteilicher Demokratie geschaffen wurde. Die Jusos Limburg-Weilburg appellieren deshalb an alle SPD-Mitglieder, diese neue demokratische Beteiligungsform zu nutzen. Jedes Parteimitglied kann am Mitgliedervotum mit Hilfe der aktuell verschickten Briefwahlunterlagen teilnehmen. Die Entscheidung über Zustimmung und Ablehnung wird natürlich jedes SPD-Mitglied für sich treffen müssen. Dabei sollten laut Jusos keine parteistrategischen Überlegungen im Vordergrund stehen, sondern die Frage, was gut für das Land sei.

Sozialdemokratische Handschrift

Über die Inhalte des Koalitionsvertrages haben die Jusos engagiert und teils auch sehr kontrovers diskutiert. Vielfache Zustimmung fand beispielsweise das Verhandlungsergebnis zum Mindestlohn, während die Passagen zu den erneuerbaren Energien eher kritisch gesehen werden. In einem Antrag wurde schließlich gefordert, ein Stimmungsbild der Juso-Mitgliederversammlung öffentlich zu machen. „Der Vertrag beinhaltet viele Wahlkampf-Forderungen der SPD und trägt eine ganz klare sozialdemokratische Handschrift“ betonte der Antragsteller Jan Kramer. Nach ausführlicher Diskussion sprachen sich schließlich bei vier Gegenstimmen die Mehrheit der Limburg-Weilburger Jusos für den Koalitionsvertrag aus.

Quelle: Pressemitteilung der Jusos Limburg-Weilburg

 

 
 

MdL Tobias Eckert