SPD: Wo bleibt das Friedhofskonzept für Weilburg ?

Veröffentlicht am 27.11.2013 in Stadtpolitik

Ein Bericht über Friedhöfe im WT am 23. November 2013

Das Thema Friedhöfe passt gut in den Monat November. So denkt wohl auch das WEILBURGER TAGEBLATT.

In einem ganzseitigen Beitrag am 23.11.2013 mit vielen Fotos wird dort über die Entwicklungen und Trends der Bestattungskultur berichtet. Dabei kommt auch der Weilburger Bürgermeister zu Wort, der den Stadtverordneten in der letzten Sitzung über die Lage der Friedhöfe in Weilburg berichtete und auch bei uns eine starke Zunahme der Feuerbestattungen feststellte. Doch neu ist diese Feststellung nicht, denn bereits im Frühjahr 2012 gab es einen Antrag von SPD und Grünen im Weilburger Stadtparlament, mit dem Ziel ein neues Friedhofskonzept für die Stadt zu erstellen. Denn bereits 2012 war das Thema relevant, die Kosten für die Stadt und die Gebühren für die Bürger stiegen ständig und in dem Konzept sollten auch wirtschaftlichere und kostengünstigere Nutzungsvarianten überlegt werden.

Geduldige Menschen

Doch das Konzept fehlt bis heute und offensichtlich dauert die Bearbeitung noch an. Immerhin sind knapp zwei Jahre vergangen. In der Privatwirtschaft könnten Firmen, die so lange an einer Planung arbeiten, auf Dauer nicht existieren, sie müssten ihren Laden schließen. Doch in Weilburg ist das  anders. Geduldige Menschen sind auch die Fraktionsvorsitzenden von SPD und Grünen, die sich eine so lange Bearbeitungszeit gefallen lassen.

Im  WEILBURGER TAGEBLATT erfährt der Leser nichts von dem beantragten Konzept und der langen Bearbeitungszeit. Auch in der Bürgermeisterrede vor den Stadtverordneten wird das Thema geschickt ausgeklammert. Immerhin haben die Ortsbeiräte in der zurück liegenden Zeit kräftig mit gearbeitet und fleißig Ideen für den örtlichen Friedhof entwickelt. Jacqueline Würz, die Ortsvorsteherin aus Kubach und Karl-Peter Wirth , Ortsvorsteher in Odersbach meldeten sich deswegen auch in der Stadtverordnetensitzung zu Wort und mahnten die Erledigung des Konzeptes an.

In Weilburg ist Sterben teurer als im Umland

Wie sich das Thema weiter entwickelt, das ist vollständig offen. Ob die Stadtverordneten jemals ein Konzept vorgelegt bekommen, welches eine ordentliche Bestandsaufnahme enthält, eine qualifizierte Bewertung der Situation vornimmt, Aussagen zu den Kostenstrukturen macht und Vorschläge entwickelt, wie die städtischen Friedhöfe im nächsten Jahrzehnt, mit Würde und pietätvoll  genutzt werden können, das ist im Moment vollständig offen. Unbekannt ist auch, wie sich die Kosten entwickeln und ob wir ständig weiter die Gebühren anheben müssen. Denn immerhin haben wir im Vergleich zu Nachbarkommunen sehr hohe Gebühren in Weilburg. In Weilburg ist Sterben teurer als im Umland.

Was machen die Kommunen in der Nachbarschaft?

Das Thema Friedhöfe beschäftigt derzeit viele Kommunen, die sich hier für die Zukunft rüsten. Die Gemeinde Schmitten im Taunus, die auch an einem solchen Konzept arbeitet, hat dazu die Bevölkerung befragt (siehe Anlage), um deren Wünsche und Anliegen zu erfahren. Dies ist ein guter Weg zur Zielerreichung, denn alle sind dann verantwortlich eingebunden.

Ein Beitrag von Hartmut Bock, Stadtverordneter, Weilburg

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