Städtepartnerschaften – ein Ort europäischer Begegnungen

Veröffentlicht am 13.07.2018 in Europa

Die europäischen Städtepartnerschaften oder Jumelage – haben das Ziel, sich kulturell, gesellschaftlich und wirtschaftlich auszutauschen.

Weilburg hat das Glück in der Vergangenheit Unterstützer zu haben die sich für diese Aufgabe schon früh einsetzten. Werner Richter, langjähriger Vorsitzender der Europaunion und Hans-Peter Schick der ehemalige Bürgermeister sind hier beispielshaft zu nennen.

 

Städtepartnerschaften in Weilburg

Der Städtepartnerschaftsverein mit seinem heutigen Vorsitzenden Joachim Walter führt die Kontakte fort mit dem Ziel sie weiter auszubauen. Mit den Städtepartnerschaften

Privas (Frankreich) seit 1958

Zenenaar (Niederlande) seit 1966

Tortona (Italien) von 1964-2008

Kezmarok (Slowakei) seit 1998

Colmar-Berg (Luxemburg) seit 2004

Quattro-Castella (Italien) seit 2010

gibt es regelmäßige Austausche von Jugendlichen und Erwachsenen.

Internationale kommunale Partnerschaften dienen der Unterstützung der Demokratisierungsprozesse um Rechtsstaatlichkeit voranzutreiben.

Weilburg ist dies mit Kizilcahamam (Türkei) 2006 eingegangen. Im Moment ruht die Partnerschaft.

Städtekontakt bestand außerdem mit China. 2008 eröffnete ein "China Business-Center" am Weilburger Postplatz und eine Terrakottaausstellung war zu sehen. Die Erkenntnis, dass deutsche Großstädte eher das Ziel von China sind hat die Kontakte weitestgehend einschlafen lassen.

 

Europa steht vor großen Herausforderungen

Die Bevölkerung an ein Europa zu binden das von Anfang an den Friedensgedanken als oberste Prämisse hat ist Aufgabe und Herausforderung. Europa und der europäische Gedanke muss für die Bürger*innen endlich greifbar werden – nicht nur in der Theorie. Europa braucht eine feste Verankerung in der Bevölkerung damit sie sich aktiv zu Europa bekennen.

Städtepartnerschaften dienen dem Miteinander, Austausch und dem „grenzenlosen“ Zugang zu Nachbarländern.

Stadträtin Jacqueline Würz bildet eine der Schnittstellen zwischen Städtepartnerschaftsverein und der Stadt Weilburg, die mit Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch das Miteinander in Europa unterstützt. Als Ortsvereinsvorsitzende der SPD Weilburg sind Würz der soziale Frieden und das gesellschaftliche Miteinander verschiedener Länder und unterschiedlicher Kulturen eine Herzensangelegenheit. Willy Brandt sagte bei seiner Dankesrede zum Friedensnobelpreis 1971 „Friede ist mehr als die Abwesenheit von Krieg“. Das wird u.a. im persönlichen Austausch gelebt. Wer sich persönlich kennt, miteinander spricht, zuhört, gemeinsam singt und lacht ist dem europäischen Gedanken ein ganzes Stück näher gekommen. Die gegenseitige Erfahrung von Gastfreundschaft in einer fremden Umgebung ist eine emotionale Angelegenheit und erfordert Akzeptanz des Anderseins.

 

Was bringt uns Weilburger*innen die Zukunft?

Partnerschaften müssen auf kommunaler Ebene mehr gesehen werden und kontinuierlich versuchen neue Ansprechpartner in Vereinen vor Ort zu für Projekte zu finden.

Im Moment haben wir vor allem gemeinsame Projekte mit

  • der Kreismusikschule
  • den Künstlern
  • Schüleraustausch

Zukünftig könnten sowohl wirtschaftliche, kulturelle, soziale und verwaltungsseitig gemeinsame Projekte geplant werde. Praktikantenaustausch, Tagungen zu gemeinsam wichtigen Themen, Geopark, Tourismus, Sport u.a.

Der Städtepartnerschaftsverein Weilburg wünscht sich mehr aktive Bürger und deren Unterstützung damit Weilburg auch in Zukunft in den Partnerstädten präsent bleibt.

 
 

MdL Tobias Eckert