Hurra - die Stadthalle ist wieder da

Veröffentlicht am 19.08.2017 in Stadtpolitik

Seit Januar 2017 steht die Stadthalle nach umfangreichen Modernisierungsarbeiten wieder für Feiern zur Verfügung.

Mit städtischer Förderung will die SPD die Nutzung der Halle ankurbeln

Für die Stadthalle in Weilburg beginnt jetzt ein neues Kapitel. Seit Januar 2017 steht die Einrichtung nach umfangreichen Modernisierungsarbeiten wieder für Feiern, Tagungen und Kulturevents zur Verfügung. Es gibt allerdings einen gewaltigen Unterschied zum früheren Betrieb der Halle. Sie befindet sich jetzt in privatem Eigentum und die Stadt ist außen vor. Eine Mitsprache bei der Vermietung oder der Preisgestaltung gibt es nicht mehr.

Eine lange Geschichte

Damit ist eine Episode beendet, die bereits im Jahre 2004 begann. Heimlich, still und leise wurde seinerzeit das Schlosshotel und die Stadthalle vom Land Hessen an einen Privatmann verkauft. Für das Land sei die Immobilie entbehrlich und der neue Besitzer wolle zwischen vier und fünf Millionen Euro in die Modernisierung des Hauses stecken, so stand es in einem kurzen Beitrag im Weilburger Tageblatt. Es gab kaum Informationen für Magistrat und Stadtverordnete. Gremienbeschlüsse fehlen vollständig. Eine Anfrage des damaligen Fraktionsvorsitzenden Heinz-Ulrich Mengel im Stadtparlament wurde kurz und nichtssagend beantwortet. Auf den ersten Blick war alles ganz harmlos. Es änderte sich ja nichts. Das Mietverhältnis (bis 2006) lief weiter und die Bewirtschaftung der Halle bleibt auch in Zukunft in den Händen der Stadt.

Stadt bekommt 2010 die Kündigung

Dies änderte sich abrupt im Jahre 2010. Der Eigentümer kündigte der Stadt, weil wichtige Investitionen, insbesondere für den Brandschutz nicht rechtzeitig erledigt wurden. Die Verpflichtung hierfür lag bei der Stadt, die nach wie vor für die Inneneinrichtung zuständig war. Es folgte ein mehrjähriges Hin und Her, mit einer unübersichtlichen Informationslage für die Stadtverordneten und die Öffentlichkeit, bei einem Rechtsstreit zog die Stadt den Kürzeren und musste auf Entschädigungszahlungen für Investitionen im Innenausbau verzichten. Der genaue Sachverhalt wird sicherlich niemals an die Öffentlichkeit gelangen. Vermutlich war auch der Eigentümer von dem ewig langen Hickhack genervt. Er verzichtete auf eine finanzielle Beteiligung der Stadt zur Sanierung und zog das Projekt in Eigenregie erfolgreich durch und finanzierte alles selbst.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Seit dem Jahresanfang erstrahlt die Halle in neuem Glanz.

 

Ein Stadtzuschuss für Weilburger Vereine und Institutionen

Doch was bedeutet das für die Nutzer der Halle. Ganz klar: Höhere Mieten, denn die Investitionen müssen sich für den Betreiber rechnen und da ist eine unternehmerische Kalkulation erforderlich. Eine logische und konsequente Folge der Privatisierung. Überraschend ist das nicht, denn bereits in der Vergangenheit, unter Stadtregie, bei Anwendung der Benutzungs- und Mietordnung für die Stadthalle wurde die Nutzung kräftig subventioniert, denn kostendeckend waren die Gebühren nicht. Offen ist die Frage, wie sich das auf die Weilburger Vereine und Einrichtungen auswirkt. Besteht weiterhin Interesse an einer Nutzung oder bleibt die Halle links liegen. Nach Ansicht der Weilburger Sozialdemokraten könnte mit einem kleinen Stadtzuschuss die Miete wieder auf das ursprüngliche Niveau gesenkt werden, welches früher galt. Dies ist der Kern eines Prüf- und Arbeitsauftrags an den Magistrat, der in der nächsten Stadtverordnetensitzung beraten wird. Finanziell ist das vertretbar, da durch die Privatisierung die Kosten für die Sanierung und auch für den späteren Betrieb entfallen sind. Davon sollen jetzt auch die örtlichen Vereine und andere Interessenten profitieren.

Impulse für die Stadtentwicklung

Die Intensivierung der Nutzung dient nicht nur den örtlichen Vereinen. Es ist auch ein Beitrag zur Stadtentwicklung, der mehr Menschen in die Altstadt bringt. Ein wichtiges Argument, welches nach Ansicht des SPD-Fraktionsvorsitzenden Hartmut Bock in der Vergangenheit viel zu wenig beachtet wurde. Wie wirkt sich ein Stadtverordnetenbeschluss aus? Werden Besucher aus der Stadt herausgezogen oder entstehen neue Anreize für einen Innenstadtbesuch. Frequenzverluste in der Innenstadt als Ursache für Leerstände und Investitionsschwäche, so hat es erst kürzlich eine Stadtplanerin formuliert. Die Intensivierung der Stadthallennutzung könnte ein erster Schritt zu einer wirksamen Gegenstrategie sein. (bk)

Es darf wieder gefeiert werden. Die Sanierung ist abgeschlossen und die Stadthalle strahlt in neuem Glanz. Gut für Weilburg und wichtig für die Altstadt.


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