Lessingstraße auf dem Prüfstand

Veröffentlicht am 16.07.2019 in Stadtpolitik

Stadtverordnetenvorsteher Bruno Götz aus Weilburg setzt sich für die Beruhigung des Verkehrs im Gymnasium-Umfeld ein.

Sozialdemokraten fragen nach ersten Erfahrungen der Testphase

Wie läuft die neue Verkehrsregelung in der Lessingstraße in Weilburg? So lautete eine Anfrage der Weilburger SPD in der letzten Stadtverordnetensitzung. Das Thema ist den Sozialdemokraten wichtig, denn jetzt sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden. Jahrelang wurde diskutiert und nichts ist passiert. Das darf sich nicht wiederholen, fordert der Stadtverordnete Hartmut Bock, der die Anfrage unterzeichnet hat.

 

Ein fachlich fundiertes Ergebnis

Wie wird von der Stadt Weilburg die dortige Testphase begleitet? Findet eine regelmäßige Verkehrsbeobachtung statt? Werden Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt? Erfolgt eine Zählung und Auswertung des Verkehrsaufkommens. Wie verändert sich die Nutzung durch Fußgänger, Radfahrer und PKW? Werden die Ergebnisse festgehalten und dokumentiert? Alles Fragen, die für eine spätere Auswertung von Bedeutung sind, denn erforderlich ist ein fachlich fundiertes Ergebnis und nicht nur eine oberflächliche subjektive Einschätzung.

 

Ein Fachbüro zur Auswertung

Ideal wäre von Anfang an die Einbindung eines Fachbüros mit Erfahrung in der Verkehrsplanung. Nur so ist eine qualifizierte abschließende Beurteilung möglich. Doch seitens der Verwaltung wird dazu im Moment keine Notwendigkeit gesehen.  Dies geht aus der Antwort des Bürgermeisters hervor. Allerdings hält er sich diese Möglichkeit für einen späteren Zeitpunkt offen. Insgesamt befindet sich der Test noch in der Anfangsphase und Zahlen und Daten wurden noch keine erhoben. Seit Einführung der Verkehrsführung am 13.05.2019 war das Ordnungsamt vier bis fünf Mal während der Hauptverkehrszeiten vor Ort. Hierbei wurden keine nennenswerten Verstöße festgestellt. Darüber hinaus wurde im Vorfeld an die Anlieger der entsprechenden Straßenzüge ein Flyer verteilt, mit dem um Anregungen gebeten wurde. Diese vorzeitige Information, auch mit den Schulen, sowie die enge Begleitung sorgen für einen reibungslosen Ablauf der Einbahnstraßenregelung, so die Antwort des Rathauses.

 

Die große Lösung

Wichtig ist für die Sozialdemokraten auch die Verkehrsentwicklung im Umfeld der Lessingstraße, denn durch eine neue Verkehrsführung entstehen Belastungen an anderer Stelle. Dies ist bei einem abschließenden Urteil zu berücksichtigen. Die Sozialdemokraten wollen die weitere Entwicklung beobachten und das Ergebnis abwarten. Erst dann ist zu entscheiden, ob es eine große Lösung mit einer eigenen Zufahrtsstraße zum Gymnasium gibt. Doch auch die jetzige Variante ist eine denkbare Option, soweit die Verkehrsbelastung reduziert wird und alle Beteiligten damit zufrieden sind. 

 

Foto oben: Für Stadtverordnetenvorsteher Bruno Götz ist die Verkehrsberuhigung im Umfeld von Gymnasium und Lessingstraße ein wichtiges Thema. Er hat auch die große Variante mit der Direktzufahrt vorgeschlagen.

 

Text und Foto: Hartmut Bock

 

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Anlagen:

 
 

MdL Tobias Eckert